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Sechzehnter Abschnitt.
von Kolossi) in den Jahren 1445—1464 zwischen 25—35 Dukatenfür den Quintal, und zwar an Ort und Stelle und im Grosshandel(Mas-Latrie III, 27, 28, 90); da ein cyprischer Quintal =250 Kilogramm war, so kostete 1 Zentner Krystallzucker 5 — 7Dukaten, was 36—50,4 Francs Goldwert und 216—302,4 Francsnach heutigem Geldwerte entspricht. Für das Jahr 1468 liegen diePreise von einmal, zweimal und dreimal umgekochtem Zucker vor(Mas-Latrie III, 221, 232, 249, 220); dieselben betrugen 25—35oder 36, 70, und 100—120 Dukaten für den Quintal, verhalten sichalso ungefähr wie 1:2: 4,5, und gestatten daher auch einen Schlussauf die beim Umkochen erzielten Ausbeuten zu ziehen. Es kostetedaher 1 Zentner einmal, zweimal und dreimal umgekochten Zuckers5—7 l /o, 14, und 20—24 Dukaten, entsprechend 36—51,8, 100,8,und 144—172,8 Francs Goldwert, oder 216—310,8, 604,8 und864—1036,8 Francs in heutigem Geldwert; in Letzterem ausgedrücktwäre also 1468 im cyprischen Grosshandel 1 Pfund des gewöhn-lichen Zuckers auf 2,16—3,11 Francs, 1 Pfund des besseren auf6,05 Francs, und 1 Pfund der feinsten Sorte auf 8,64—10,37 Francszu stehen gekommen. Auch aus Syrien wird für das Jahr 1476,auf Grund einer Rechnung, die der Herzog Albrecht vonSachsen während seiner Pilgerfahrt empfing, der Preis für1 Zentner feinsten Zuckers auf 100 Dukaten angegeben (Röhrichta. a. 0. 170).
Die Preise in den Konsumtionsländern stellten sich natürlichweitaus höher, sowohl wegen der meist beträchtlichen Eingangs-zölle, als auch wegen der ausserordentlich hohen Transportkosten.Die Verschiffung von Famagusta auf Cypern nach Genua, kostetez. B. 1391 für den Quintal Hutzucker 1 Lira 3 Soldi, für den QuintalKrystallzucker 14 Soldi (Mas-Latrie III, 775 und 777); je nach-dem Lira ai grossi oder dei piccoli gemeint ist, berechnen sich hierausfür den Zentner Hutzucker 3,96—6, und für den Zentner Krystall-zucker 3,52—5,20 Mark heutigen Geldwertes. Die Seefracht vonVenedig nach Antwerpen betrug für 1 Zentner Krystallzucker18,75 Mark heutigen Wertes, für Brotzucker und überhaupt fürfeinere Waaren war sie jedoch ungleich teurer, und belief sichz. B. für 1 Zentner Tücher, zwischen Mailand und Brügge, auf40 Mark; die Landfracht für den nämlichen Weg stellte sich auf50 Mark, also nicht viel teurer (Peschel, „Entd." 44). Noch1550 kostete der Transport einer 5 Zentner schweren Kiste Zuckervon Antwerpen nach London, in heutigem Geldwerte 8 Mark, alsofür den Zentner 1,60 Mark, und die Verfrachtung gewöhnlicher Massen-güter aus Lissabon, Kadix, Sevilla und Malaga nach London, für den
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