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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
Entstehung
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VIERZEHNTER ABSCHNITT.

Der Zucker im Orient seit Beginn des14. Jahrhundertes.

Obwohl die Zuckererzeugung Asiens, namentlich was die öst-lichen Produktionsgebiete anbetrifft, der Menge nach seit demfrühesten Mittelalter in stetig fortdauerndem, erheblichem Wachs-tume begriffen war, so blieb sie doch in technischer Hinsicht stetsauf sehr tiefer Stufe stehen, und nahm im grossen und ganzen anden gewaltigen Fortschritten der europäischen und amerikanischenZuckerindustrie, bis in die neuere, und vielfach bis in die neuesteZeit, keinerlei Anteil.

In China wurde nach den Berichten von Du-Halde („Descriptionde l'empire de la Chine", Paris 1735), Staunton („Ämbassy toChina«, Lond. 1797), Braam („Reisen in China" I, 43 und 45),Barrow („Heise in China" II, 310), und Meyen („Reise um dieErde" II, 314), noch im 18. und 19. Jahrhunderte „nach dem-selben, laut Versicherung der Chinesen uralten Verfahren gearbeitet,das in diesem Lande seit über einem Jahrtausende im Gebrauchesteht": Das Zuckerrohr wird zerkleinert, und entweder auf Hand-mühlen, mit denen wandernde Lohnarbeiter von Plantage zu Plan-tage ziehen, oder auf Pressmühlen mit Walzen aus hartem Holzoder Stein, die von einigen Büffeln, direkt, oder mit einer Zahn-rad-Übersetzung umgetrieben werden, ausgepresst. Der Saft läuftdurch ein Bambusrohr und ein aus Binsen geflochtenes Sieb ineine, mit glatten Wänden versehene Lehmgrube, wird aus dieserin die Kochkessel geschöpft, deren meist vier vorhanden sind, undunter sorgfältigem Abschäumen eingekocht, wobei das ausgepressteRohr als Feuerung dient; zur Klärung verwendet man zuweilenAsche oder Kalk, bemisst die Menge desselben nach dem Gerüchedes Saftes, füllt den entstehenden Schaum in Beutel, und presstihn aus. In der Regel wird aber der Saft ohne jeden Zusatzfertiggekocht, die Füllmasse auf geflochtene Matten ausgegossen,in Mattensäcke oder Bambuskörbe gefüllt, erstarren gelassen, und