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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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..In silbernen, vergüldt'en Schalen,„Darin brachte man dazumalen„Die edle Zimmtrinden wert,„Enis und Fenchel überzuckert,,,Cardamom und Zuckerraandel„Benedikt von Zuckerkandel."

Der Leiclienschmaus beim Tode Herzog Albrecht IV. von Bayern(1509) bestand immer abwechselnd aus zwei Gerichten für denGaumen, und einem „religiösen Schaugerichte", wobei den Letzteren,„um sie für die Gäste anziehender zu machen, Gebäcke von Zuckerund Mandeln beigegeben wurden."

Bei einem Gastmahle des Kurfürsten Johann von Sachsenam Reichstage in Speier (1526), verzehrte man „eingemachte Birnenin Zucker, ein Martzepan von Zucker, Mandeln und Rosenwasser,und ein Zaun von Zucker rings darumb gemacht, mit des gnä-digsten Herrn Wappen aus Martzepan und fürguldet" (Volz 311).In Lübeck verrechnet die aus Lüneburg zum Hansatage gesandteDeputation 1540 auch zwei Pfund Zucker (Sartorius III, 573);in Mergentheim verbrauchte man 1546, als Kaiser Ferdinanddort übernachtete, 27 Pfund Zucker (Volz 217); von der Prin-zessin Anna von Sachsen, die sich 1561 mit Wilhelm vonOranien vermählte, wird berichtet, „dass zwei Mass Wein sammbteinem Pfund Zugkers bei sich zu nehmen, ihr niemals nit zu vielwar" (Scherr, „Geschichte der deutschen Frauenwelt", Lpzg. 1879;II, 50), und bei dem grossen Ritterfeste in Stuttgart 1600, warnach Oetinger's Beschreibung zu sehen (Volz 315):

„Überzogen Fenchel und Mandel,„Anis, Cardamom und Zuckerkandel,„Rosinlein, Feigen und Zibeben,„Koriander auch daneben,„Gut eingemachte Zitronen,„Pomeranzen und Limonen;„Desgleichen war zu finden„Wohlriechende Zimmtrinden„Und sonst manche kräftige Pracht,„Aus Spezorei und Zucker gemacht."

Bei der Hochzeit des Herzogs Johann Wilhelm III. von Jülichmit Jakobäa von Baden, 1585, gab es in Düsseldorf ein grossesFestessen*), dessen Schluss „eine Kollation von Zucker werk bildete,

*) Von diesem Festessen, welches der berühmte Zuckerbäcker HansSchneider aus Nürnberg zubereitet haben soll, ist ein schöner Kupfersticherhalten, welcher die Festgäste in stark verkleinertem Maasstabo darstellt,vermutlich um die Kostbarkeiten der Tafel zu desto besserer Geltung zubringen.

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