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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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D. Zuckerkonsum Europas i. 14. u. 15. Jahrhundert, u. s. Grosslieferanten. 219

derselben mag es eine Vorstellung geben, dass, als die Bardiund Peruzzi sich 1339 bankerott erklären mussten, ihre Ver-pflichtungen die, für die damalige Zeit geradezu fabelhafte Summevon 1365 000 Dukaten betrugen (Peschel, „Abh." 131); ihreHauptschuldner, deren Zahlungsunfähigkeit sie ins Verderben stürzte,waren die Könige von England und Sizilien, sowie der Johanniter-orden, bei welchem allein sie, um 1320, nicht weniger als575 900 Goldthaler ausstehen hatten.

Über Zucker äussert sich Pegolotti wie folgt (S. 362ff.;S. Sllff.): „Vom Hutzucker giebt es verschiedene Sorten: Muc-chera, Caffetino, Bambillonia, Musciatto, und Donmaschino. 1. Muc-chera ist die beste aller Zuckersorten; er ist am öftesten umge-kocht, von weisserer und festerer Masse als irgend eine andereZuckerart, und in denselben Formen wie Bambillonia, von bei-stehender Gestalt /\, angefertigt; selten kommt etwas davon nachdem Oceident, da fast alles für die Tafel und den Hof des Sul-tans zurückbehalten wird. 2. Caffetino, die nächstbeste Sorte,existiert in zwei Arten; die bessere bildet kleine weisse Brote, undist wie Mucchera gearbeitet, nur dass die Spitzen oben abgerundetsind, die geringere besteht aus grösseren Broten von länglichererForm, ist schlechter von Farbe, und zeigt sich beim Durchschlagennicht ganz weiss, wie die Erstere, sondern an der Spitze dunkel-gelb bis rot, ähnlich wie der Farm von Alexandria aussieht.Vor solcher Waare, die auch „(aus Abfällen) zusammengeschmol-zene", „pani rifatti" heisst, muss man sich hüten, wenn man diebessere Sorte gebraucht, besonders aber, wenn man den Zuckerverschiffen will: denn während die Brote der besseren Sorte hierbeigut und ganz bleiben, zerbrechen die der geringeren Sorte schonbeim Einladen, und auf der See, zum grossen Teile, werden ausser-dem auch feucht, und sind dann viel weniger wert. 3. Bambilloniareiht sich betreff der Güte dem besseren Caffetino an, ist innenschön weiss, und,, an Form dem Mvicchera gleich. 4. Musciatto,die nächstbeste Gattung, bildet grosse Formen, die wenigstensdreimal soviel wiegen wie die des Bambillonia, und keine Spitzenhaben, sondern abgeplattet sind; ihre Masse ist weiss, jedochweniger fest wie die des Bambillonia, und daher sehr geeignetfür die Kaufleute, welche Zucker in Stücken (a ritaglio) verkaufen,denn die Mühe des Zerklein erns ist geringer als die bei denanderen harten Zuckern, und die Stücke sehen (weil die Masselockerer ist) bei gleichem Gewichte grösser aus. Der Preis stelltsich erheblich niedriger als der des guten Caffetino, und etwasniedriger, als der des Bambillonia. 5. Donmaschino giebt es in