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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Der Zuckes am Hole der Chaliien.

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soll er wirksamer als der ebenfalls hitzige Bienenhonig sein. DieBeschreibung des Zuckers wird jedoch dadurch völlig verwirrt, dassauch Avicenna ihn mit dem „Sakcharon" der Alten, dem „in-dischen Salz" des Archigenes und Paulus Aegineta u. s. f.zu identifizieren sucht, und infolgedessen neben die richtigen An-gaben über seinen Ursprung und seine Herstellung, auch völligverkehrte und widersprechende setzt (Moseley a. a. 0.).

Sehr ausführlich wird der Zucker im fünften Buche des»Kanon* behandelt, welches, dem Vorgange des Galenos ent-sprechend, die Arzneien in alphabetischer Ordnung, und zwar,bemerkenswerter Weise, der Reihenfolge des griechischen Alpha-betes nach, aufzählt (Meyer, „Bot." 111, 196), und nicht wenigerals 650 Mittel enthält (Sontheimer, „Die zusammengesetztenHeilmittel der Araber, nach dem fünften Buche des „Kanon" vonlbn-Sina", Freiburg 1844). Von diesen werden über hundertmit Hilfe des Zuckers bereitet, und es ist charakteristisch, dassvon 11, speziell als indischen Ursprunges bezeichneten, 7 nurbraunen Zucker enthalten, 2 weissen, und 2 Zucker ohne nähereBezeichnung, während in 92 anderen weisser Zucker 44mal,brauner 22mal, weisser und brauner zusammen 3mal, und Zuckerohne weite Angabe 25 mal vorkommt. Die Anwendung des Zuckersist eine ganz allgemeine, selbst galenische Präparate, wie Sauer-honig, werden mittelst Zucker dargestellt (S. 109, 111); Syrupe,Konserven, und Pastillen mit Zucker, werden unzählige genannt,■/.'. B. solche aus Quitten (117), Minzen (119), Birnen (121), Sumach(121), Äpfeln (120), Granaten (121, 134), Pflaumen (125), Rosenund Veilchen (139), Citronen (141), Garotten (143), Myrobalanen(144), Kastanien, u. dergl. Sehr oft wird Zucker mit Honig ver-ordnet, ferner Zucker mit Manna (149, 150), mit Rosenwasser(113, 114, 139), mit Eisensalzen (60, 61, 89, 107), mit Kaffee,welcher als sehr schädlich und nervenreizend bezeichnet wird (130),und mit Tabaschir, teils für sich (22, 100, 102, 106, 149), teilsin Verbindung mit Rosen, Kampher, Manna, Rumex, Berberis, Cus-cuta, u. dergl. (148—163); Zuckerrohrsaft (122), Zuckersyrup (81,82, 89, 144), Syrupwasser (7), und Zuckerwasser (122) werdenseltener genannt. Zucker findet sich auch als Beimischung zueinem Zahnpulver (238), als Bestandteil der berühmten Magen-pillen des El-Kindi (170), sowie, in Form von Tabarzed, als Zu-satz zu einem Pulver von universalem Heilvermögen, welchesAristoteles für Alexander den Grossen bereitet haben soll(101). Das Klären von Zuckerlösung mit Milch, das Abschäumenund das Filtrieren durch feines Leinen, das Stossen des Zuckers