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Geschichte des Zuckers, seiner Darstellung und Verwendung, seit den ältesten Zeiten bis zum Beginne der Rübenzuckerfabrikation : ein Beitrag zur Kulturgeschichte
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Die Heimat des Zuckerrohres und der Rohzucker-Bereitung.

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zurückliegenden Zeitraumes verfasst, jedoch nicht vor dem 7. oder6. Jahrhundert v. Chr. gesammelt worden seien. Ihre jetzige Ge-stalt haben sie jedenfalls erst nach dem Auftreten des grossenreligiösen Reformators Buddha (= der Erwachte, Erleuchtete; ur-sprünglich Ehrenname aller Weisen) erhalten, der, soweit diesüberhaupt bestimmbar ist, 623—543 v. Chr. gelebt haben dürfte(Weber 29, 306, 317; Lassen I, 418); niedergeschrieben hatsie nach Albiruni (I, 120) zuerst der Brahmane Vasukra ausKaschmir, »nicht lange vor unserer Zeit", d. h. gegen das Jahr1000 n. Chr. Es leuchtet ein, dass angesichts solcher Wand-lungen während einer, mindestens zwei Jahrtausende umfassendenPeriode, alle aus dem Inhalte der Veden zu ziehenden Schlüsse diegrösste Vorsicht erheischen; dasselbe gilt in noch höherem Gradefür die später verfassten, und im ganzen als Commentare aufzu-fassenden religiösen Schriften, die „Sutras', welche vermutlich im6. — 2. vorchristlichen Jahrhunderte entstanden (Lassen I, 868),die „ Puranas, welche ins 8.—13. Jahrhundert n. Chr. zu setzen sind(ebd. IV, 509), und die „Tantras", deren wenigstens einige an Alterzwischen den Sutras und Puranas stehen (ebd. IV, 633 und 635).Die vedischen Schriften erwähnen das Zuckerrohr überhauptnur an zwei Stellen, die beide jüngeren Ursprungs sind, und nichterkennen lassen, ob dasselbe schon angebaut wurde (Zimmer 72),wobei indes zu bemerken ist, dass die altindische Litteratur auchkein Zeugnis für das Vorhandensein wild wachsenden Rohres lie-fert. Die eine der Stellen kommt .Väjasaneyi-Samhitä" 25, 1 vor,die andere, bei weitem wichtigere und ausführlichere, im „Atharva-Veda"; es ist dieses einer der vier Veden, welcher, trotz der zumTeil sehr späten und bis in die Purana-Periode reichenden Ab-fassungszeit gewisser seiner Bestandteile, vieles höchst Wertvolleund Altertümliche enthält (Weber 8, 30, 161, 171; „Ind. Stud." V,178), das Volk schon völlig in die Fesseln der Hierarchie unddes Aberglaubens gebannt zeigt, und dessen Zeremoniell reich auVerwünschungen, Zaubermitteln und magischen Künsten ist, dieihrem noch wenig erforschten Ursprünge nach, zum Teile jeden-falls mit alten, bis in die indogermanische Vorzeit zurückreichen-den mythologischen Vorstellungen zusammenhängen (Weber 85;„Ind. Stud." XV, 349). Ein Spruch des „Atharvaveda" nun (I, 34, 5)ist in seinen ersten Versen an ein Zuckerrohr gerichtet, um dasbeim Ausgraben Honig gegossen wurde, und das als Liebeszauberfür ein Mädchen wirken soll, während die letzten Zeilen dasMädchen selbst anreden; er lautet (»Ind. Stud." IV, 429):