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Aus der Praxis des Staats- und Privatrechts
Entstehung
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L Succession im Fürsleiithum Oels bis zur Belohnungdos Hauses Braunschweig.

1. Das plastische Haus.

Oels gehörte in der altern plastischen Zeit zum Gebiete derHerzöge von Glogau. Nach dem Tode Heinrichs III des Getreuenvon Glogau im Jahre 1309 theilteu sich seine vier Söhne in seineLande*). Auf Konrad 1 fiel ausser Wohlau und andern Städtenauch Oels; er verlegte seine Residenz dorthin und ist als dererste speeielle Fürst von Oels anzusehen ; erst seit ihm istvon einem Für s teil thu m Oels die Rede, welches seinemUmfang nach im Laufe der Zeit allerdings mannigfache Veränder-ungen erfahren ljat. Zu den Zeiten Konrads I gehörten ausserOels auch Trebnitz, Miliisch, Wartenberg, Trachenbeig, Praus-uitz, Wohlau dazu, ausserdem die Steinau'schen Landschaften,Kosel, Kanth und Auras, und unter Herzog Konrad II auch Win-zig, Kützen und Sulau. Nachher wurden VVartenberg, Militschund Trachenbeig, Prausnitz, Kanth und Auras abgerissen. BeimAusgange der plastischen Dynastie bestand das Fürstenthum ausacht Weichbildern : Oels, Bernstadl, Trebnitz. Winzig, Herrnstadt,Rützen, Wohlau und Konstadt; Kützen und Wohlan machtenspäter das wohlauische Fürstenthum aus**). Konrad I erklärtesich mit den übrigen Herzögen aus dem glogauischen Hause 1329zu einem Vasallen der Krone Böhmen, wie dies früher oder späterauch die andern plastischen Herzöge der ober- und niederschlesi-schen Fürstenthum et thaten 4 **)*; er erhielt am. Mai 1329

*) M orge nbess e r Geschichte Schlesiens 1829. >S. 65 u. 58.**) Yergl. Z i in m ermann Beitrage zur Geschichte von Schlesien 1784 Ed. 111S. 210.

***) C. F. W. A. Vater Repertorium 1800. Bd. 1 S. 10. Morge nbesser a. a.0. S. 61 u. 63.