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Aus dem alten Viersen : ein Beitrag zur Culturgeschichte des Niederrheines ; nach den Quellen des Viersener Stadt-Archivs
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104Aus dem alten Viersen. — Nachtrag.Haus. 10. Welches Datum haben wir heute? heißt „Wat för'nmännigsten hebben wer van Daag?“Vom Donnerwetter spricht man als vom „Hommelwearvom Blitz „et fuert“, von der Dämmerung „et bläit“. Ist dasWetter sehr schön, so ist es „glatt schuen“, ist es außerordentlichschön, so ist es „lelick schuen“. Kommt aber der Städter zumLandmann, der gerade Regen für's Feld braucht, und preist dasWetter, so erhält er die Antwort: „Maar et ös schah, dat schuenWear Schah deeGeht der Landmann in die Stadt, so geht er „en die Bör-gerei“, während es auf dem Lande „op de Höhf“ ist. BeliebteSpitznamen sind: „Vierscher Prenkfreeter, Bockerter Föhrsch, Be-bericker Kuhlbaggen“. Wegen der großen Anzahl Frösche in denstehenden Wassern der Section Bockert nannten die Bebericherihre Nachbarn „Föhrsch“, worauf diese ihnen die „Kaulquapperzurückgaben. Der Spitzname war bald zu einem Ehrentitel ge-worden, und sangen die Bockerter Junggesellen ein eigens zudem Zwecke gedichtetes Froschlied.