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Aus dem alten Viersen : ein Beitrag zur Culturgeschichte des Niederrheines ; nach den Quellen des Viersener Stadt-Archivs
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82Aus dem alten Viersen.werthen häufig Schwankungen ein, so wird bei einem Verkaufe1733 ausdrücklich der elevische Reichsthaler zu 64½ Stüber vor-behalten. Ferner bezeugt der Gerichtsschreiber Menghius unterdem 14. März 1743, nach der Münzreduction von 1698 sei einbrabanter Pattacon = zwei Gulden acht Stüber holl. oder dreiGulden sechszehn Stüber clevisch: ein Stüber brab. = ein Stü-ber 4⅜ Deut clevisch; ein Stüber clev. = acht Deut, ein Reichs-thaler = 48 Stüber brab. = 50 Stüber holl. Die Schwan-kungen in der Berechnung führten häufig zu Differenzen zwischender Viersener Gemeindeverwaltung und den Geldernschen Rech-nungs=Revisoren.Bei den Zinsrechnungen und Zehnten kamen im 17. und 18.Jahrhundert ältere Münzwerthe in Berechnung. Vorab der Bla-müser oder Blaffert. Derselbe stand zu 3 Stüber holl., 5 Stüberbrab., 6¼ Albus. Ein Reichsthaler hatte nämlich 100 AlbusViersener Währung, 12 Heller gleich 1 Albus, 1 Schilling gleich12½ Albus. Auch wurde der Reichsthaler zu 80 Albus Kölnischgerechnet (1743). Weitere Münzwerthe waren der „FlembschDie Küsterei stand nämlich bis zum 19. Jahrhundert mit 13Flembsch im Gemeindebudget, in clevischer Währung zu 19½Stüber, also ein Flembsch mit 1 ⅛ bis 1 ¼ Stüber berechnet.Der Reichsort („Rixoort“) stand zu 25 Albus; die ViersenerMark oder Courentchen zu 7½ Albus.Anderthalber Conventionsthaler machte zwei und einen halbenReichsthaler, so daß ein Conventionsthaler genau 100 Stüberclevisch hatte. Der Kronenthaler stand 1794 zu vier Gulden hol-ländisch, der Philippsthaler zu einem Gulden vierzehn Stüber.Größere Schwierigkeiten verursachten die Goldmünzen. Diespanischen Pistolen standen 1733 zu neun Gulden siebzehn Stübersechs Deut holländisch, 1735 zu vier Reichsthaler 54 ¼ Stüberclevisch, 1744 zu 4 Reichsthaler 55 Stüber. Die französischenPistolen wurden nach Geldrischer Ordre vom April 1737 mit 5Reichsthaler, 1764 mit 7½ und 1792 mit 6 Reichsthaler 23Stüber berechnet, die Schildpistole 1784 mit 7 Reichsthaler 40Stüber. Die Ducaten schwankten zwischen 3 Reichsthaler 30 bis34 Stüber. Die Kronen standen um 1760 zu einem Reichs-thaler 50 Stüber und stiegen 1794 auf 2 Reichsthaler. 1729finden wir die spanische Quadrupel mit 19½ Reichsthaler notirt.Der Goldgulden betrug 42 Stüber.Ueber die Flächenmaße gibt uns der Geometer Gerard Greef-kes im October 1798 Aufschluß. Demgemäß hatte ein Morgenim Canton Viersen 150 Ruthen, im Canton Nerstraeten 162 Ru-then Viersener Maßes, in Bracht 153, in Wankum 158, in Gref-rath 165½ Ruthen Viersener Maßes. Nach einer Notiz ausdem Jahre 1731 galt in Viersen zu jener Zeit das Ruremondi-