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Aus dem alten Viersen : ein Beitrag zur Culturgeschichte des Niederrheines ; nach den Quellen des Viersener Stadt-Archivs
Entstehung
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17Speisen und Getränke.weil sie sich an dem Begräbniß betheiligt hatten, für 1 Rx. 30stüb. Caffe, Zucker und Britzeln „tot eener Recreatie“ ins Klostergeschickt. Meist vor der Beerdigung ward von dem Gerichts-schreiber das Testament des Verstorbenen, wenn eines vorhandenwar, eröffnet und von dieser Oeffnung im RealisationsprotokollAkt genommen. Gerichtliche Testamente waren im Ganzen selte-ner als heute, letztwillige Bestimmungen wurden ebenso häufigunter Assistenz befreundeter Personen und namentlich der Geist-lichen getroffen und auf dem Rathhause verschlossen deponirt.Bei gerichtlicher Abfassung begaben sich die Testatoren entwederselbst zum Gerichtslokale, oder ließen, wenn dies unmöglich war,zwei Schöffen und den Gerichtsschreiber zu sich berufen. Solesen wir in den testamentarischen Urkunden häufig die Angabedaß sich die genannten Gerichtspersonen zum Testator begeben,und daß sie ihn „in de Stoeve achter den Oven op eenen Stoelsittende gevonden hebben, krenckelyck ende swaeck van Lichaem.In sonstigen Fällen lautete die Eingangsformel der gerichtlichenTestamente: „In den Naeme der Alderheylighste DreyvuldigheytAmen. Kunt ende to weeten zye hyermede Jedermennelycken, hoedat op Daegh, maent en Jaere ondergess. voor ons ... Schep-penen beneffens... Secretaris deses Gerichts ende HeerlyckheytVierssen in Eygene Persoonen commen ende Erscheenen syn... enſyn Huysfrouw... geſondt ende wel te paß, gaende ter Straeteende Steeghen, voorts hunner Sinnen, Verstandt ende Memorievollkommentlyck machtigh wesende, de welcke verclaerden, soe datsy overdenckende de Koortheyt des menschelycken Levens, en dattennyet seckerder en is als de Dooet ende nyet onseckerder als deUhre desselve, ende daeromme niet willende overlyden, sonder al-voorens over de tydelycke Goederen, de welcke den Allmoogendenhun hefft believen te verleenen, te hebben gedisponeert.Viertes Capitel.Speisen und Getränke.Die älteste Urkunde über die culinarischen Gewohnheiten imehemaligen Viersen ist das Document über das Arrangement desvom Frohnhof⸗Schultheiß am Andreastage zu veranſtaltenden ſo-genannten „Dries⸗Essens“. Dies Document ist noch in zwei voneinander abweichenden Versionen vorhanden, die eine findet sichim „Coustuymen=Böckscken“ (Vergl. Schröteler S. 29), dieandere in dem „Verzeichnuß van des Fronhoffs zu Viersen Ge-