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ihr Kind der Barmherzigkeit Gottes empfahl,ließen sie ihre Kräfte auch. Sie war eine 14 tågigeKindbetterinn, und sie sank mit dem theuern Leichnamibres Kindes in dem Schooß, ebenfalls leblos dar-nieder. Die andere cilfährige Tochter hielt weinendund händeringend bei der Mutter und Schwester ausbis sie todt waren, drückte ihnen alsdann, eh' sie aufeigene Rettung bedacht war, mit stummem Schmerz dieAugen zu, und arbeitete sich mit unsäglicher Müheund Gefahr erst zu einem Baum, dann zu einem Felsenherauf und fam gegen Mitternacht endlich an einHaus, wo sie zum Fenster hinein aufgenommen, undmit den Bewohnern des Hauses erhalten wurde.
Kurz in allen Berg Cantonen der Schweiz, inBern, Glarus, Uri, Schwiß, Graubündten, findin Einer Nacht, und fast in der nemlichen Stunde,durch die Lavinen ganze Familien erdrückt, ganze Viehbeerden mit ihren Stallungen zerschmettert, Mattenund Gartenland bis auf den nackten Felsen hinab aufgesschürft und weggeführt, und ganze Wälder zerstörtworden, also daß sie ins Thal gestürzt sind, oder dieBäume lagen übereinander zerschmettert und zerknickt,wie die Halmen auf einem Acker nach dem Hagelsschlag. Sind ja in dem einzigen kleinen Canton Urifast mit Einem Schlag 11 Personen unter dem Schneebegraben worden, und sind nimmer auferstanden,gegen 30 Häuser, und mehr als 150 Heustalle zerstört und359 Hauptlein Vich umgekommen, und man wußte nicht,auf wie viel mal hundert tausend Gulden soll man denSchaden berechnen, ohne die verlohrnen Menschen.Denn das Leben eines Vaters oder einer Mutter oder