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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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Geschenk, und das wird mehr als einmal im Jabegeschehen seyn. Solch ein kleiner Nebenverdienst isteinem fleißigen Kinde wohl zu gönnen.

Aber während ehrliche Eltern und Kinder allerOrten etwas Nuzliches arbeiten und ihr Brod mitEhren verdienen, und mit gutem Gewissen essen,zog zu seiner Zeit ein Tagdieb durch die Welt, dersich in der Kunst geübt hatte, in einer ziemlichgroßen Entfernung durch ein Nadelöhr kleine Linsenzu werfen. Das war eine brodlose Kunst. Dochlief es auch nicht ganz leer ab. Denn als der Linsenschutz unter anderm nach Rom kam, ließ er sichauch vor dem Pabst sehen, der sonst ein großerFreund von seltsamen Künsten war, hoffte ein hüb-sches Stück Geld von ihm zu bekommen, und mach-te schon ein paar wunderliche Augen, als der Schazemeister des heiligen Vaters mit einem Såcklein aufihn zugieng, und bückte sich entsetzlich tief, als ihmder Schatzmeister das ganze Säcklein anbot.

Allein was war darin? Ein halber Becher Linssen, die ihm der weise Pabst, zur Belohnung undAufmunterung seines Fleißes, übermachen ließ, dasmit er sich in seiner Kunst noch ferner üben undimmer größere Fortschritte darinn machen könnte.

Glück und Unglück.

Auf eine so sonderbare Weise ist Glück im Unglück, und Unglück im Glück noch selten beysammen ge-wesen, wie in dem Schicksal zweyer Matrosen indem lezten Seekrieg zwischen den Russen und Türken. Denn in einer Seeschlacht, als es sehr hißig