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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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tünchte Backsteine zusammen, hinter welchen allesGeld und Gold und Silber des: Edelmanns eingesmauert war. Der gute Mann hielt nun sein Eigensthum für verloren, wenigstens erwartete er, daß derfeindliche Kriegsmann eine nahmhafte Theilung ohneJuventarium und ohne Commissarius vornehmen werde, ergab sich gedultig darein, und verlangte nur vonihm zu erfahren, wober er habe wissen können, daßhinter diesem Gemahlde sein Geld in der Mauer versborgen war. Der Offizier erwiederte: Ich werdeden Entdecker sogleich holen lassen, dem ich ohnehineine Belohnung schuldig bin; und in furzer Zeit brachte sein Bedienter sollte man's glauben denMaurermeister selber, den nemlichen, der die Verticfung in der Mauer zugemauert und die Bezahlungdafür erhalten hatte.

Das ist nun einer von den größten Spizbubenstreichen, die der Satan auf ein Sünden Register setzenfann. Denn ein Handwerksmann ist seinen Kundendie größte Treue, und in Geheimnissen, wenn es nichtsUnrechtes ist, so viel Verschwiegenheit schuldig, alswenn er einen Eid darauf hätte.

Aber was thut man nicht um des Geldes willen!Oft gerade das nemliche, was man um der Schläge,oder um des Zuchthauses willen thut, oder für den Galsgen, obgleich ein großer Unterschied dazwischen ist. Soetwas erfuhr unser Meister Spisbub. Denn der braveOffizier ließ ihn jezt hinaus vor die Stube führen, undihm von frischer Hand 100, fage hundert Prügelbaar ausbezahlen, lauter gute Valuta, und war keineinziger falsch darunter. Dem Edelmann aber gab erunbetastet sein Eigenthum zurück. Das wollen wir