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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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dem Kirchhof daheim sey. Er fieng daher an, mitder andern Faust auf ihn loszurrommeln, bis er seisnen Muth an ihm gekühlt hatte, und da er vor demLeintuch selber nicht fah, wo er hinschlug, so muß-te das arme Gespenst die Schläge annehmen wiefie fielen.

Damit war nun die Sache abgethan, und manhat weiter nichts mehr davon erfahren, als daß derEigenthümer des Gerstenackers ein Paar Wochenlang mit blauen und gelben Zierrathen im Gesichtherum gieng, und von dieser Stunde an kein Gespenst mehr auf dem Kirchhof zu sehen war. Dennsolche Leute, wie unser bandfester Ehrenmann, dasfind allein die rechten Geisterbanner, und es wärezu wünschen, daß jeder andere Betrüger und Gau-kelhans eben so sein Recht und seinen Meister fin-den möchte.

Der vorsichtige Träumer.

In dem Stadtlein Witlisbach im Canton Bernwar einmal ein Fremder übernacht, und als er insBett geben wollte, und bis auf das Hemd ausge-kleidet war, zog er noch ein Paar Pantoffeln ausdem Bündel, legte sie an, band sie mit den Strumpf-håndern an den Füßen fest, und legte sich also indas Bette. Da sagte zu ihm ein anderer Wanders-mann, der in der nämlichen Kammer übernachtetwar: Guter Freund, warum thut ihr das?" Darauf erwiederte der Erste:„ Wegen der Vorsicht.Denn ich bin einmal im Traum in eine Glasscher-be getreten. So habe ich im Schlaf solche Schmer