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ein solcher Faden, obgleich so sein, doch auch sofest seyn könne, daß das Thier mit der größten Sicherheit daran auf und absteigen, und sich in Sturmund Wetter darauf verlassen kann. Muß man nichtüber die Kunst und Geschicklichkeit dieser Geschöpfeerstaunen, wenn man ihnen an ihrer stillen und un-verdrossenen Arbeit zuschaut, und an den großen undweifen Schöpfer denken, der für alles sorgt, undkleinen und unscheinbassolche Wunder in einem soren Körper zu verbergen weiß?
2.
Das mag alles gut seyn, denkt wohl mancher,wenn sie nur nicht giftig wären, und lauft davon,oder zertritt sie, wo er eine findet. Aber wer sagtdenn, daß unsere Spinnen giftig seyen? Noch keinMensch ist in unseen Gegenden von einer Spinne ver.giftet werden. Gibt es nicht hie und da Leute, diesie aufs Brod streichen und verschlucken? Wohlbes.komms, wem es schmeckt! Auch sonst thun diese Thierslein, die nur für die Erhaltung ihres eigenen Lebensbesorgt sind, keinem Menschen etwas zu leide. ImGegentheil leisten sie in der Natur einen großen Nu-zen, den man aber, wie es oft geschieht, nicht hochanschlägt, weil jede einzelne wenig dazu beyzutragenscheint. Es ist das geringste, daß sie hie und da einerStuben Fliege den Garaus machen. Für diese wasre noch anderer Rath. Aber sie verzehren auch jährlich und täglich eine große Anzahl anderer sehr klei-nen Mücklein, die uns durch ihre Menge erstaunendbeschwerlich und schädlich werden, und gegen welcheman sich nicht erwehren könnte, wenn sie überhandnahmen. Sind nicht manchmal ganze Ackerfurchen