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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
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könnten die Herren Advokaten doch auch ein wenigspazziren gehen und frische Luft schöpfen.

Zwey Erzählungen.

Wie leicht sich manche Menschen oft über unbe-deutende Kleinigkeiten ärgern und erzúrnen, und wieleicht die nemlichen oft durch einen unerwarteten spasshaften Einfall wieder zur Besinnung können gebrachtwerden, das haben wir an dem Herrn gesehen, derdie Suppenschüssel aus dem Fenster warf, und anseinem wizigen Bedienten. Das nemliche lehren folsgende zwey Beyspiele.

Ein Gassenjunge sprach einen gut und vornehmgekleideten Mann, der an ihm vorbeygieng, um einenKreuzer an, und als dieser seiner Bitte fein Gehörgeben wollte, versprach er ihm, um einen Kreuzer zuzeigen, wie man zu Zorn und Schimpf und Händelnkommen fönne. Mancher der dieß liest, wird denken,das zu lernen sey keinen Heller noch weniger einenKreuzer werth, weil Schimpf und Händel etwasSchlimmes und nichts Gutes find. Aber es ist mehrmerth als man meynt. Denn wenn man weiß, wieman zu dem Schlimmen kommen fann, so weiß manauch, vor was man sich zu buten hat, wenn man dasvon bewahrt bleiben will. So mag dieser Monn auchgedacht haben, denn er gab dem Knaben den Kreu

Allein dieser forderte jezt den zweyten, und alser den auch erlangt hatte, den dritten und vierten,und endlich den sechsten. Als er aber noch immermit dem Kunststück nicht herausrücken wollte, giengdoch die Geduld des Mannes aus. Er nannte den