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Ach tens und leztens, was denn eigentlich derMond am Himmel zu verrichten hat. Antwort:Was die Erde. Soviel ist gewiß, er erhellt durchsein mildes Licht, welches der Wiederschein von seinemSonnenschein ist, unsere Nächte, und sicht zu, wiedie Knaben die Mägdlein füssen. Er ist der eigentsliche Hausfreund und erste Kalendermacher unsererErde, und der oberste General, Nachtwächter, wenndie andern schlafen. Hinwiederum scheint die Erdemit ihrem Sonnenglanz, in wechselndem Licht, andie finstere Halbkugel des Monds, und erhellt ihrelange, lange Nacht. Was will der geneigte Leserfagen! Sicht man nicht in den ersten Tagen des Neu-lichts, wenn der Mond noch wie eine frumme Sichelam Himmel steht, sieht man nicht auch den übrigendunkeln Theil seiner Scheibe, oder seine Nacht durcheinen schwachen grünlichen Schimmer erhellt. Dasist eine Wirkung des Sonnenscheins, der von der erleuchteten Halbkugel unserer Erde auf den Mondfällt, oder ist der Erdschein im Mond.
Zudem ist es gar wohl möglich, daß auch jenerWeltförper allerley vernünftige und unvernünftigeGeschöpfe von furiosen Gestalten und Eigenschaftenbeherbergt, die uns alles besser sagen könnten, unddie sich in ihrer Nacht auch über den milden Erd-schein freuen. Vielleicht glauben die einfältigen Leu-te dort auch lange her, die Erde gehe um den Mondherum, und sey blos wegen ihnen da, und wir könntens ihnen auch besser sagen.
( Die Fortseßung folgt.)"