81
den Mond oder in die Sonne hineinfrist. Oder fagtsauch voraus, wenn ihr könnt, und warum sucht ihres im Kalender, wenn ihr meint, wir falliren.
Siebentens, und wenn der Mond in seinemvollen Licht am Himmel erscheint, sieht er bey allemdem furios aus mit seinem trüben Gesicht, und mitseinen helleren und blassern Flecken. Denn bekannt-lich ist die Helle nicht gleichmäßig über ihn verbreistet, sondern ungleichmäßig. Damit hat er die Geslehrten lange Zeit verirt, und ihnen weiß gemacht,die helleren Theile seyen Land, von welchem die Lichtsstrahlen wieder zurükprellen, und die dunkleren seyenWasser, welches die Lichtstrahlen verschluft. Alleinmit einem kapablen Perspectiv, wie es in vorigen Zeiten keine gab, hat ein rechtschaffner Sternseher, Nasmens Schröter, ganz andere Dinge auf dem Mondentdeckt als Land und Wasser, nemlich auch Landaber kein Wasser, sondern weite Ebenen, hohe Bersge und tiefe Abgründe von wunderbarer Gestalt undVerbindung. Hat er nicht ihren Schatten sogar besobachtet, und wie er sich von Abend gegen Morgen.bewegt, verkürzt und verlängert? Hat er nicht zu=lezt sogar aus dem Schatten der Berge ihre Höheausgerechnet, gleichsam wie ein Erempel aus der Re.gel detri? Die höchsten Berge auf dem Mond findhöher als die höchsten auf der Erde, nemlich 25,000Fuß. Der Hausfreund hat Respekt vor dem Stern.scher, und vor der göttlichen Almacht, die einemschwachen Menschenkind den Verstand und die Gesschiflichkeit geben kann, auf 50,000 Meilen weit Ber-ge auszumessen, die unser einer( der geneigte Leserist gemeint) gar nicht sieht. Fragt man nun noch
Hebels Schazkästlein.
6