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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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Der Maulwurf.

Unter allen Thieren, die ihre Jungen säugen, istder Maulwurf das einzige, das seiner Nahrung alleinin dunkeln Gängen unter der Erde nachgebt.

Und an dem einen ist's zu viel, wird mancher sasgen, der an seine Felder und Wiesen denkt, wie siemit Maulwurfs Hügeln vedeft sind, wie der Bodenzerwühlt und durchlöchert wird, wie die Gewächseoben absterben, wenn das heimtükische Thier untenan den Wurzeln weidet.

Run so wollen wir denn Gericht halten über denMissethäter.

Wahr ist es, und nicht zu läugnen, daß er durchfeine unterirdischen Gänge bin und wieder den Bosden durchwühlt, und ihm etwas von seiner Festigkeitraubt.

Wahr ist es ferner, daß durch die herausgestoßenen Grundhaufen viel fruchtbares Land bedeckt, unddie darunter liegenden Keime im Wachsthum gehindert, ja erstickt werden können. Dafür ist jedoch ineiner fleißigen Hand der Rechen gut.

Aber wer bat's gesehen, daß der Maulwurf dieWurzeln abfrist? wer fann's behaupten?

Nun, man sagt so: Wo die Wurzeln abgenagtsind und die Pflanzen sterben, wird man auch Maulwürfe finden; und wo feine Mautwürfe sind, gesschicht das auch nicht. Folglich thuts der Maulwurf.

Der das sagt, ist vermuthlich der Nemliche, dereinmal so behauptet hat: Wenn im Frühlinge dieFrösche zeitlich quafen, so schlägt auch das Laub beiBeuten aus. Wenn aber die grösche lange nicht qua