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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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Grüne Saaten!

Aus dem zarten Blatt enthüllt sichHalm und Aehre, schwanket schön,Wenn die milden Lüfte wehn,

Und das Körnlein wächst und füllt sich.

An dem Himmel

Strahlt die Sonn im Brautgeschmeide,

Weiße Wolklein steigen auf,

Siehn dahin im stillen Lauf.

Gottes Schäflein gehn zur Waide.

Herzensfrieden,

Woll ihn Gott uns allen geben!O dann ist die Erde schön.

In den Gründen, auf den Höh'nWacht und singt ein frohes Leben.

Schwarze Wetter

Ueberziehn den Himmelsbogen,Und der Vogel singt nicht mehr.Winde rausen hin und her,

Und die wilden Wasser wogen.

Rothe Blike

Sufen hin und zuken wiederLeuchten über Wald und Flur.Bange harrt die Creatur.Donnerschläge stürzen nieder.

Gut Gewissen,

Wer es hat, und wer's bewachet,In den Blik vom Weltgericht,

Schaut er, und erbebet nicht,

Wenn der Grund der Erde krachet.