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Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes
Entstehung
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nie erlebt hat, wie sie allen Leuten Red und Antwort gab, und schöne Schweizerlieder vom Nigibergfingen, und wie sie sich verstellen kann, bald meintman, man sehe eine Heilige mitten aus dem gelobtenLand heraus, bald die heidnische Zauberinn Medea,und noch viel, wers nicht gesehen hat, stellt sichsnicht vor.Balla

Der freundlichen Schwiegermutter des Adjunkts,soll dieses Büchlein zum Dank und zur Freundschaftgewidmet seyn.

Des Adjunkts Standrede im Gemüßgarten seisner Schwiegermutter.

Sezt ohne Anstand die Hüte auf, gute Nachbarnund Freunde. Ich will nun von der Fruchtbarkeitund schnellen Verbreitung der Pflanzen mit euch re-den.„ Es gieng ein Gdemann aus, zu såenseinen Saamen, und etliches fiel auf eingut Land."

I.

Man kan sich nicht genug über die Menge undMannigfaltigkeit der Pflanzen verwundern, mit welchen die Natur alle Jahre die Erde bekleidet. Indem Eleinen Raum, den das Auge auf einmal über-schauen kann, welch eine Vielfachheit der Gestalten,welch ein Spiel der Farben, welche Fülle in derWerkstätte der reichsten Kraft und der unerforschlichenWeisheit? Nicht weniger muß man sich wundern überdie Geschwindigkeit, mit welcher die Natur jede lecreStelle auf öden Feldern, verlassenen Wegen, fablenFelsen, Mauern und Dächern, wo nur eine handvoll