48 AA. Nr. 99-102.
2) Ein Wagenpferd nach links hin ziehend. Es ist an einen Strickgespannt, den Wagen aher, welchen es zieht, sieht man nicht. In derFeme sind Bäume, und rechts ein Gebäude. Unten links steht dasMonogramm. II. der Platte 3 Z. 5 L. Br. 4 Z. 1 L.
Unter dem Monogramme AS zählen wir andere Blätter dieses Meistersauf, so dass sich beide Artikel ergänzen. Ein Vcrzcichniss der lladir-ungen des A. Adam fehlt bisher.
99. Abraham Aubry, Kupferstecher, Pctcr's Bruder, arbeitete uma a 1650 in Strassburg, 1G53 in Frankfurt am Main, und
/ X\ AA Hess sich dann in Cöln nieder, wo einige seiner nicht... v *■ •""■ ■ sehr bedeutenden Blätter als interessante Seltenheitengeschätzt werden. Er soll noch 1682 in Cöln gelebt haben.
Merlo, Kunst und Künstler in Cöln S. 25, beschreibt eine Anzahlseiner Blätter, deren einige mit dem Monogramme versehen sind.Wenige tragen die Initialen A. A.
Folgende sehr seltene Werke kennt Merlo nicht. Sie enthaltendie interessantesten Blätter von A. Aubry.
1) Neues Ziratonbuch den schreinern Tischlern oder Künstlernund Bildhauern sehr dienstlich. Durch M. Friedrich Unteutsch stattschreinern zu Frankfurt am mein —. Zu finden in Nürnberg Bey PaulusFürsten, 4. Dieses Werk enthält 50 Blätter von A. Aubry.
2) Neues Zieratenbuch Ander Theil durch Meister Friedrich Un-teutsch &c. Nürnberg bei P. Fürst. Abraham Aubry fecit, 4. Diesel"Theil enthält 25 Blätter.
100. Alessandro Alberti, Maler von Florenz, war um 1570 — 80
AA thätig. Er gehört zu den Nachahmern dos Parmegianino. WirJJ\x haben ein radirtes Blatt nach seiner Zeichnung, welches diehl. Familie vorstellt, halbe Figuren. Das Jesuskind umarmt die Mutter,und rechts stützt sich Joseph auf den Stock. Hinter der Maria be-merkt man den Kopf einer anderen Figur. Rechts unten ist das obigeZeichen, und links ein aus GTM bestehendos Monogramm, welcheswahrscheinlich Teodora Ghisi Mantuano bedeutet. Für den ersten Blicknimmt man aber dasselbe ii\r AGM. Der erste Buchstabe hat die Formdes gothischen A. Dem Adamo Ghisi Mantuano scheint das Zeichennicht anzugehören. II. 7 Z. 2 Z. Br. 5 Z. 6 L.
101. Unbekannter deutscher Meister, welcher in der ersten Hälfteaa des 16. Jahrhunderts lebte. Bartsch P. gr. VIII. p. 540, be-
^»•»■V schreibt ein Blatt von ihm, welches gut gestochen ist, aber dochkeinen Kupferstecher von Profession verräth. Nach seinem Namenwird man sich wohl vergebens erkundigen.
Das erwähnte Blatt stellt eine sitzende Frau mit dem Kinde ander Brust vor. Sie hat eine helmartige Kopfbedeckung, und wir glaubendaher nicht, dass der Künstler eine Amme im Sinne gehabt habe, wieHeller meint. Unten gegen rechts steht das Zeichen. H. 2 Z. 7 I*Br. 1 Z. IO'/i L.
102. Unbekannter Meister (?). Unter diesen Zeichen wird man aufden ersten Blick zwei A vermuthen, welche zugleich auchdas M bilden. Allein das Monogramm besteht aus denBuchstaben lUJf, und soll dem Goldschmied und Medailleur
M. Hafner angehören, welcher um 1690 in Augsburg thätig war. Haf-ner radirte und stach eine Folge von sechs Blättern mit Laubwerk undBlumen als Muster für Goldschmiede. Sic dienten zur Verzierung vonUhrgehäusen, Schmuckkästchen &c. Auf dem ersten Blatte steht:M. Hafner sculp. D. Funck excu. II. 2 Z. 11 L. Br. 1 Z. 11 L.