Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
45
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AA. Nr. 92-94. 45

tnannten Cataloge öfters der Kichtigkeit ermangeln. Ein Blatt dieserArt kam uns nicht vor.

»2. Antonio Fantuzzi da Trento soll nach Bartsch der Träger

K-jj, dieses Zeichens seyn, so dass man nicht AA , sondern ANTF

^J^rk** lesen muss. Bartsch giht es auf der Monogrammentafel zu

B. XVI. No. 2, und es ist wohl kein Zweifel, dass ein Blatt

mit demselben vorkomme. Aus dem Verzeichnisse der Radirungen des

A. Fantuzzi geht aber nicht hervor, wessen Inhalts das Blatt mit dem

gegebenen Monogramme sei. Wir haben es nicht vorgefunden, obgleich

im k. Cabinete zu München die Meister der Schule von Fontaincbloau

stark vertreten sind. Uobrigens zweifeln wir nicht an der Richtigkeit

des Peintre graveur. Bas gewöhnliche Monogramm Fantuzzi's besteht

aber deutlich aus den Buchstaben ANT und ANFT, wie unten an der

Betreffenden Stelle zu ersehen ist.

Dass A. Fantuzzi nicht mit dem Formschneider Antonio da Trentov erwechselt werden dürfe, haben wir oben unter No. 17 nachzu-weisen gesucht.

93. Maximin Weisshöck? Auf den ersten Blick sollte man glauben,dieses Zeichen bestehe aus den Buchstaben AA,und desswegen möchte es wohl Brulliot 1. 577.dem Albert Altdorfer zuschreiben, obgleich esin seinem Dietionnaire des Monogramme^ unter

AM. zu suchen ist. Auch wir sind bemüssiget, das Monogramm unter«!i wieder einzuschalten, da es sicher aus diesen Buchstaben zu-sammengesetzt ist.

Brulliot fand das erste der gegebenen Zeichen auf dem Bildnisse°ines jungen Mannes, welches ihm ganz in der Weise des A. AltdorferSemalt schien. Das zweite Zeichen, welches sicher demselben Meisterangehöret, fanden wir auf einem Gemälde, welches ebenfalls das Bild-n iss eines schönen jungen Mannes vorstellt. Kr hält einen Brief in derHand, mit der Adresse : An Jfrant Iloppcnach. Anno Dno. 1530. Stattdes Siegels hat das Couvcrt des Briefes das zweite Zeichen. DiesesPortrait ist auf Holz genialt. und zwar vollkommen in Ilolbein's Manier.Wir glauben, dass es jenes des Malers sei, und dass dieser mit dem«Taler Maximin oder Maxing in der k. Pinakothek zu München EinePerson seyn dürfte. Das Gemälde in der genannten Pinakothek stellt"'0 Schreibstube eines Verwalters dar, welchem die Bauern ihre Ab-sahen entrichten. In der Malweise stimmt es mit dem Bildnisse desJungen Mannes mit dem Briefe, welches im Besitze des Malers Löhr"i München ist.

Man hat schon öfters bedauert, dass man den Maximin nur alsMeister des Hans Rudolf Manuel Deutsch, und durch das Bild in«tünchen kenne, wir glauben aber, dass er auch unter den obigenMonogrammen verborgen sei. Ferner halten wir diesen Meister mitMaximin Weisshöck, welcher 1536 seinen Namen in das Buch der Zunftsum Himmel in Basel eintrug, für Eine Person. Dieser Weisshöckdürfte dann der Zeichner jenes Holzschnittes mit der Bekehrung desPaulus seyn, welchen Bartsch IX. p. 434 beschreibt. Dieses Formschnitt-*erk besteht in drei Blättern, deren jedes die Initialen MW trägt. UnterMW. werden wir noch einige andere Blätter von diesem Meister nennen.

94. Unbekannter Zeichner. (?) Wir reihen hier nach dem Vor-.5*/T S an 8 c yon Bartsch, Brulliot und Heller dieses Monogramm.jfVj" unter AA ein, da diese Buchstaben herausgefunden werden, können, glauben aber, dass es sich nur um den Buchstaben JW"andle, und dass der Querstrich ohne Bedeutung sei. Bartsch P. gr. XIII.