Druckschrift 
1 (1858) A - CF
Entstehung
Seite
22
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22 Initialen. A. Nr. 45.

Bartsch, P. gr. VI. p. 53, zählt unsern Monogrammiston zu denSchülern des Meisters E. S. (gothisch), und auch Passavant, deutschesKunstblatt I. S. 221, stimmt hierin hei. Der Meister mit dem gegehcnen/eichen, welchen wir Amhros ((iomlich) nennen möchten, copirte nachihm die Blätter Nr. 1, 3 und 4, und die anderen sind ganz in dessenWeise ausgeführt. Auch hat er eine Platte desselben (Nr. 113) auf«gestochen, und dieser sein Zeichen beigefügt Ottlcy, Inquiry etc. IL 624Drangt ihn mit dem Meister W, welcher dasselbe Zeichen beifügte, inVerbindung. Dieser Stecher arheiteto aber in anderer Weise.

Bartsch beschreibt folgende Blätter:

1) Ein stehendes Weib in langem faltenreichen Gewände mit einemBanner in der Rechten, und mit der Linken einen Schild haltend (denherzoglich bayerischen), von vorne gesehen. In der Mitte unten dasZeichen. IL 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 5 L.

2) Eine stehende Königin, von vorne gesehen. Sie hat eine Kroneauf dem Haupte, welches auch mit einer in zwei Spitzen sich endendenHaube bedeckt ist. In der linken Hand trägt sie das Scepter, und dieandere ist an den Bauch gelegt. Links oben ist ein Wappenschild mitItauten in einem Felde, wahrscheinlich die sogenannten bayerischenWecken. Ohne Zeichen, aber nach Bartsch sicher von diesem Meister.IL 3 Z. 6 L. Br. 2 Z. 6 L.

3) Der Löwe mit Schild und Eahne. Letztere erfasst er mit derrechten Tatze , und die linke legt er auf den Schild mit vier Feldern]Unten gegen rechts, zwischen dem Schilde und dem Schweife des Lö-wen, das Zeichen. Hl 3 Z. 7 L. Br. 2 Z. 6 L.

4) Das junge Einhorn, oder die Fabel von der Entstehung des-selben , nach welcher es in der Wüste von einem wilden, mit Haarenbewachsenen Mädchen geboren wurde. Letztores sitzt auf einem Felsen,und schlingt den einen Arm um den Hals des Thieres, während dieseseinen Fuss auf den Schooss der zärtlichen Mutter legt. Heber die alt-christliche Allegorie vom Einhorn s. eine andere Auslegung Frenze)in der Geschichte des k. Kupferstich - Cabinets in Dresden. Leipzig,R. Weigel 1854 S. 32. Links nach unten ist das Zeichen. IL 3 Z.8 L. Br. 2 Z. 6 L.

5) Ein Hirsch, ein Spiesscr und ein Adler. Ersterer liegt mit demKörper nach links, und hinter ihm steht der Spiesscr nach links ge-wendet. Der Adler schwebt oben in der Luft, fast in Mitte, des Blattes.Ohne Zeichen. Dieses Blatt scheint ein 'f heil einer Spielkarte zu seyn,und als III gedient zu haben. IL 3 Z. 5 L. Br. 2 Z. 4 L.

0) Das Blatt VI aus einer Spielkarte. Es stellt sechs verschiedeneTliicre vor. Oben fasst ein Affe den andern beim Ohre, und hält ihnam Stricke. Rechts ist ein Haasc, welcher den Affen am Kopfe kratzt.Unten greift ein Löwe den Bären an, indem beide auf den Hinterfüssensich erheben. Links in halber Höhe frisst ein Eichhörnchen. Nachunten zwischen dem Löwen und dem Bären ist das Zeichen. IL 3 7j>5 L. Br. 2 Z. 4 L.

45. Unbekannter Goldschmied, welcher gegen Ende des 15. Jahr-+ hunderts in München geloht zu haben scheint, aber mit den 1■*»* vorhergehenden Meister nicht Eine Person seyn dürfte, da er iaeiner andern Weise, arbeitete. Vielleicht ist das Monogramm auch keinA, sondern nur ein Werkzeichen. Man findet, doch nur selten, eingestochenes Blatt mit obigem Zeichen, welches den hl. Georg vorstell''Er steht gerüstet in der Mitte, und durchbohrt nach rechts gewende'mit dem Schwerte den Hals des Drachen. Letzterer liegt zu den Füssofldes Ritters, und erfasst mit der rechten Klaue das Schwert. Der Grundist weiss. H. 7 Z. 6% L. Br. 6 Z. 4 L.