18 Initialen. A. Nr. 28-31.
4) Ein Kampf zweier Reiter und dreier nackten Kämpfer zu Fuss. Linkshaut der eine mit der Keule auf den Löwen ein. Medaillon. Durohm. 3 Z.Diese schönen Blätter sind ohne Zeichen, aber in der Weise der obigen'gefertiget. Sie könnten von Allart ('laaszen herrühren', besonders Nr. 3.Es finden sieh auch noch einige andere Stiche dieser Art.
28. Unbekannter deutscher Kupferstecher, welcher in der früheren
HZeit des IG. Jahrhunderts arbeitete. Ob A. Altdorfer darunter zuverstehen ist, wagen wir nicht zu entscheiden. Im Oatalogtie desestampos. de la Coli. Delbecq. I, Nr. 224 wird ein Blatt beschrieben,welches den hl. Georg zu Pferd vorstellt, wie er, nach links bin reitend,den Drachen mit der Lanze durchbohrt. Im Grunde rechts kniet dieKönigstochter, und links unten ist ein Täfelchen mit dem gothisehenBuchstaben A, wie im genannten Catalogo angegeben ist, mit der Be-merkung, dass dieses Blatt nirgends beschrieben sei. IT. 120 m. Br. 78 m
29. Unbekannter deutscher Meister, welcher im 15. Jahrhunderte
m lebte. Er gehört zur Glasse der Goldschmiede, bisher zeugt aber•* nur ein einziges Niollo von seinem Daseyn. Mau bat einige■ Ab-drücke von der Blatte, welche Duchesno, Essai sur los nielles &c.Baris, 1826, beschreibt, wie folgt:
Arabeske mit einem Kinde, welches unten auf der Säulenbase sitzt.Es hält mit beiden Bänden ein Ornament empor, und in der Mittedesselben zeigt sieh eine Art Urne. In der Mitte oben ist ein kleinesTäfelehen mit dem gothisehen A. II. 1 Z. 6 L. Br. 5 L.
Dieser anonyme Meister könnte mit dem vorhergehenden Künstlerin Berührung kommen.
30. Unbekannt Dieses Zeichen gehört einem deutschen Kupfer-stecher an, welcher um 1560 gelebt hat. Bartsch, B. gr. IX.p. 239, beschreibt folgendes Blatt von ihm. Die Pattpertas, einWeib mit dem leeren Topf in der linken, und einem Stock in der
rechten Hand. Rechts am Steine steht: PATJPEBTAS, und unten dasZeichen. Gegenseitige Copie nach IT. Aldegrever, Nr. 113 bei BartschiH. 2 Z. 7 L. Br. 2 Z. 1 L.
Brulliot I. 580" glaubt, dass dieses Zeichen aus den BuchstabenAM bestehe, hi diesem Falle gehört unserm Meister auch das Mono-gramm an, welches deutlich ein M in A enthält, und auf einer Copiedos Blattes Nr. 29 vorkommt. Es stellt das TJrthcil des Salomon dar.S. an betreffender Stelle.
31. Andrea Marelli, Kupferstecher, angeblich Schüler des Giorgio
MGhisi Mantuano, soll der Träger dieses Zeichens seyn. Nachttf einer handschriftlichen Notiz des bekannten Marictte findet' mau das erste Monogramm in einein Schriftbuche des Gio.
FranceSCO Cresci da, Mila.no, und zwar in den Randvorziorungon. BrulliotI. Nr. 580" gibt das zweite Zeichen, und glaubt es ebenfalls dem Marellibeilegen zu dürfen. Es steht auf dem verzierten Titel folgenden Werkes:Tmagines et elogia virorum illustrium et eruditorum. Ex a.ntiquis lapi-dibus et numisniatilms — in bibliotheea Eulvi Vrsini. MDLXX. Komae,Ant. Lafreri formis, fol.
Die Zeit passt allerdings auf A. Marelli, wir kennen aber nurBlätter mit dem Namen des Meisters, auf welche wir hier zur Prüfungaufmerksam machen, da sie zugleich zu den Seltenheiten gehören.
1) Das Schiff mit dem heil. Petrus, nach dem unter dem Namen„La Navicella," bekannten Mosaikgomäldc des Giotto von 1335 über demPorticus des Vorhofes der St. Betcrskirche in Rom. Der Stich trägtausser Marelli's Namen auch die Jahrzahl 1567, qu. fol.