Initialen. A. Nr. 25—27. 17
rechte Hand des Heiligen nicht sehen lilsst. In der Linken hält er denSchlüssel, an welchem ein zweiter am Bande hängt. Rechts nach untenftber dem Capitftle steht das dritte Zeichen. Dieses Blatt ist nirgendsbeschrieben, findet sich aber im k.' Caliinctc zu München vor. H. 9 Z.6 'A L. Br. 3 Z. 8 L.
8) Kaiser Constautin an der Spitze seines Heeres. Der Zug gehtnach rechts. In der' Mitte ist der Kaiser zu Word mit dem Zaume inder Rechten, wie er mit der Linien den Helm vom Kopfe nimmt. SeinHeer ist ebenfalls beritten und mit Lanzen versehen. Im Grunde linksoben breitet sich die Stadt aus, und rechts am Himmel erscheint einEngel mit dem Kreuze. In der Mitte unten sieht man einen Hund imHarnisch, der ein Pferd anbellt. Oben in der Mitte steht-der Namebosche und das vierte Monogramm.
Dieses Blatt erwähnt schon F. Brulliot, Dict. de Monogr. I. 2,genauer beschrieben ist es aber im Catalögue des estampes anciennesde la Coli. Delbecq. Paris 1845, III. Nr. 19. II. 9 Z. Br. 7 Z. 2 L.
«0. Unbekannt. Diese Zeichen findet man auf Oopien nach A. Dürer,
und sie werden zuerst von Bartsch, P. gr. IX.
t ,) p. 549, in Abbildung gegeben. Bartsch scheint
X J^ yr JS^7o V- • ^ as nrst0 m ' t; ^ er Jahrzahl 1579 für jenes des
' ' Stechers zu nehmen, Brulliot I. 3 ist aber im
T-3EJ1 Zweifel, ob es dem Kupferstecher oder dem Zeich-
tJyiJ ner angehöre. Das A bedeutet sicher nur Afio,
und das zweite Monogramm gehört dem unbekannten Copisten an.
Dieser Meister hat die fünf Apostel nach A.Dürer von der Gegen-seite copirt. B. Nr. 46 - 50. Doch trägt nur das Blatt mit St. Simon56iuZeichen. Links ist das Monogramm IAB, und weiter unten A. 1579.H. nach dem mittleren Durchmesser 4 Z. 2 L. Br. 2 Z. 8 L.
26. Unbekannt. Heller, Monogr.-Lex. S. 2, legt dieses Zeichenj\ einem Kupferstecher bei, welcher nach A. Dürer gearbeitet hat.
r£h\i In dem 1827 herausgegebenen Leben A. Dürer's weiss aber Heller
jF\|| noch nichts von Blättern mit obigem Zeichen. Brulliot umgeht
'■=5^ es, wir glauben aber nicht, dnss Heller das Zeichen erfunden hat.
27. Unbekannt. Diese Zeichen gehören einem deutschen ICupfer--, Stecher an, welcher zu Anfang des 18. Jahrhunderts lebte.Jr\ ~P[ Sie erinnern an das zweite A, welches wir im Artikel des
.Icronymus Agnen von Herzogenbusch Nr. 23 gegeben haben,die Darstellungsweise ist aber eine andere. Die seltenen Blätter, aufWelchen diese Initialen vorkommen, sind in der Manier des AllardGlftaszon behandelt, sie gehören aber diesem Meister wohl nicht an.Auch an A. Altdorfer ist nicht zu denken.
1) Julia Pratonier, junge Heldin in reich verzierter antiker Klei-dung, nur Büste in Medaillon. Neben diesem sind zwei Krieger, undnnten links am Bande ist das erste Zeichen, qu. 12.
Man findet diese Julia Pratonier auch in halber Figur dargestellt,! >i derselben Kleidung mit verziertem Brustharnisch, und zwei Pfeile hal-tend. Dieses sehr fein gestochene Blatt erinnert an Etionne de Laulne, 8.
2) Ein altdeutscher Oavalier, sitzend an der Tafel, wo ihm einejunge Dame die Tasse reicht. lim ihn gehen Bandrollen, und obensieht man undeutlich den Buchstaben A. Medaillon, Durchmesser 1 Z. 4L.
Dieses Blättchen ist sehr selten, und gehört der frühesten Zeitdes 16. Jahrhunderts an.
3) Ein junger reich gekleideter Mann mit Hut und Mantel am Tische,auf welchem Geld liegt. In seinem Mantel birgt er den Todtenkopf.Rechts und links ist eine Säule mit Genien und Ornamenten. 11. 3 Z. Br. 2 Z.