XXIV Einleitung.
welche nicht, Jedermann zur Benützung zu Gebot stehen, und mir einewichtige Ausheilte gestatteten. Unschätzbar sind seine Knnstkatalogc,in welchen er gezeigt bat, von welcher Wichtigkeit die Bibliographiefür die Kenntuiss alter Kupferstiche und Holzschnitte ist. Eine Massevon alten illustrirten Büchern wurde des Bildorsohmuekos beraubt, sodass es schwer, zum üftern unmöglich scheint, bei einzeln vorkommen-den Blättern geradehin zu bestimmen, in welchem Werke sie Ursprung"lieh vorkommen. Diess hat namentlich auch Bartsch erfahren, weichetfür den Pcintrc-gravcur die Verzeichnisse häufig nach einzeln vorliegendenBlättern machte, und desVortheils entbehrte, welchen die Bibliographiein Hinsicht der Bestimmung von Ort und Zeit gewährt. JIorrR. Weigellegte die Resultate seiner Vorsehungen auch in verschiedenen Schriftennieder, deren ich oben genannt habe. Hier mache ich nur noch aufzwei Werke aufmerksam, welche an Gehalt" und Ausstattung zu denglänzendsten Erscheinungen auf dem Gebiete der Kunst gehören. Daseine derselben, auf welches ich auch im Verlaufe des Textes zurück-kommen werde, hat den Titel: Holzschnitte berühmter Meister. EineAuswahl von schönen, charakteristischen und seltenen Original-h'orni-schnitten &c. Heft 1-12. Leipzig 1851 —1854. fol. Als Supplementerschien 1850 das erste Heft einer Folge von farbigon Holzschnitten.Das zweite Prachtwerk erschien von 1854 an unter dem Titel: Hand-zeichnungen berühmter Meister aus der Wcigol'schen Kunstsammlung,in treuen in Kupfer gestochenen Nachbildungen, herausgegeben vomBesitzer derselben Rudolph Weigel, gr. fol. Diese Zeichnungen sam-melte der verstorbene Pröclamator Weigel, einer der grössten Kunst-kenner seiner Zeit. Boschrieben sind sie in folgendem anonymen Werke:„Aehrenleso auf dem Gebiete der Kunst. 1 u. 2. Abtheil. Leipzig 1841"und „Fortsetzung der Achronlese. Leipzig 1845, gr. 8."
Herr Geory Krncst Harzen in Hamburg, welcher auch als Künstlerunter den Monogrninmisteu erscheint, hat mich mit zahlreichen Bei-trägen beehrt, die um so willkommener seyn werden, da, Herr Harzenals einer der gründlichsten Kenner und Forscher auf dem Gebiete derKunst bekannt, ist. Seine Mittheilungen üb, r Künstler und Kunstsachenim deutschen Kunstblatte von Dr. Kggors, in Dr. Naumann's Archivfür die zeichnenden Künste u. s. w. beruhen auf tiefen urkundlichenStudien.
Herr von Vorycrlok in Berlin hatte die Güte, mir nach Blätternseiner grösstenteils auf Reisen in Italien und Deutschland zusammen-gebrachten Sammlung, und nach Gemälden eine bedeutende Anzahl vongenau gezeichneten Monogrammen und Initialen mitzuthcilen, woruntersehr viele früher unbekannt waren. Er nimmt auch als Dilettant inder Malerei eine achtbare Stelle ein.
Herr Julius von MueUer in Stettin Sammelte auf seinen B,eisen inRussland, Frankreich, Italien und Deutschland eine grosso Anzahl von