GII. Nr. 3037 — 3039. 1061
Gaulisch am Fusso des Golgatha knieend. Unser Monogrammist istnicht Kino Person mit dem Meistor 6' II. welcher der Schule des JohstAmman angehört.
3037. Jean Gabriel Huuuier, /eichner und Radirer, gehören zuT_T/r_rr Orleans 1895, gestorben zu Paris 1772. Einer diu- frucht-QTi/Jrxj, i )lu . stcll Künstler seiner Zeit, trat er in die FussstapfenqU C fef. des berühmten Decoratcurs Claude Gillot, und hintcrliessP eine Menge von Blättern , welche Ornamente verschiedener
Art, Muster v.w Grabmälcrn , Altären, Meubcln, Fontainen , Vasen,Oartouchen zur Häuser- und Zimmerdecoration u. s. w. enthalten.Dabei unterstützte ihn auch sein Sohn Gabriel, von welchem ebenfallszahlreiche Blätter dieser Art vorhanden sind. Es ist sogar schwer, fürjeden auszuscheiden, da sie in derselben Manier arbeiteten. Uehcrdicssradirtc und stach Iluquior auch Genrebilder, Portraite und Landschaften,und zwar nach A. van Ostade, Melssouler, G. M. Oppenotd, C. (lillot,A. Watteau, E. liouchardon , F. Boucher u. A. Auf verschiedenenBlatten kommen die gegebenen Zeichen vor, namentlich auf solchennach C. GHHot, Darunter sind Vorstellungen aus dem Leben Jesu,welches Gilliot in 64 Blattern zeichnete , und theils auch selbst ätzte.Zuweilen ist dem Monogramme ß // auch ein F beigefügt, wie wirunten sehen werden. Gewöhnlich aber sehliesst sich an dasselbe derBuchstabe f. und auch (etil. Sein Sohn Gabriel starb 1792 in Paris.Heide waren auch Kunsthändler.
3038. Unbekannter Radirer und Zeichner, welcher um 1609 in
Stuttgart tbätig war. Von ihm sind die Abbildungen in Kugler't/(& '' Repraesentntio der Fürstlichen Aufzug vnnd Rilterspiel in derllauplslall Stntgartt den 6. November 1001). (Stuttgart 1611), qu. fol.Das erste Zeichen kommt indessen nur auf einem einzigen Blatte vor,mit dem Titel; Dt* Bräutigam* Auffing zum Hallet. Ks enthält eine.Landschaft mit einem Berge . vor welchem zwei musicirende Möncheoinheraebretten, fol. Auf anderen Blättern dieses Werkes stehen dieInitialen ß //, welche wir unten bringen. No. 9 stellt Nymphen aneinem Borge vor, und einen Hirten mit dem Bären, No. 10 eine Nympheam Borge und drei Hirten mit dem Pferde, und No. 11 den Ariou aufdem Delphin. .Teiles dieser Blätter ist ß // gezeichnet, viele anderetragen übet kein Zeichen.
Das radirte Blatt mit dem zweiten Monogrammo erwähnt auchBrulliot im Appendix I. No. 246. Ks stellt einen Sarkophag vor, anwelchem Raum für eine Inschrift gehissen ist. Las Zeichen ist rechtsunten ausserhalb (hu- Finfassungslinie. H. 4 Z. 4 L. Br. 5 Z. 7 L.Dieses Blatt bildet wahrscheinlich den Titel einer Folge von Landschaften.
3039- Gerhard Honthorst, Historien- und Genremaler, geboren zu/~~^i Utrecht 1592, war Schüler von Abraham Bloe-
^-w T /~r ITT niaert, ist aber diesem Meister so ferne, dassf l-f—1 VLLT ^-f^J maa se ' no Bildet für Produkte eines Italieners\J J I ,±L/<_/ ^ halten könnte. Ilonthoist malte Portraite, histor-ische Vorstellungen und Genrebilder, und viele derselben gehören zuden treulichsten Leistungen der naturalistischen Richtung des MichelAngelo da Caravaggio. Er liebte es besonders, nächtliche Scenon zumalen und seine Gestalten durch ein scharfes, grell einfallende! Fackcl-und Kerzenlicht zu beleuchten. Deswegen nannten ihn die ItalienerUherardo dalle notte. Man dürfte indessen nur selten ein Gemälde miteinem der gegebenen Zeichen linden, ('.brist kannte keines, und gibtdaher kein Monogramm dieses Meisters an. Brulliot I. No. 2106 sagt