1062 GH. Nr. 3040.
aber, dass man Bilder mit obigen Zeichen finde. Das zweite ähneltjenem des Willem Hondius, welcher den Artikel No. 3032 einnimmt.Man rindet es auf Kupferstichen, meistens mit Bildnissen. Es wurdenaber auch nach Honthorst Portrait« gestochen, und os ist daher zu unter-suchen, ob im vorkommenden Fallt, und bei fehlenden Künstlernamen,das /eichen auf Honthorst oder Ilondius zu deuten sei. Sein BruderWilhelm war ebenfalls ein tüchtiger Iiildnissmaler, von welchem sich aberauch einige historische Compositionon und Genrebilder finden. DieserMeister könnte sich eines ähnlichen Monogramms bedient haben, jenachdem er (luUlaume, oder (hiilulmus Honthorst schreiben wollte. Krarbeitete längere Zelt in Berlin , und daher sind die Bildnisse vonMitgliedern des brandenburgiseben Hofes, welche Frcnzel im viertenBande des Steriiberg'schcn Cataloges dem Gerhard Honthorst zuschreibt,nach ihm gestochen. Gerhard malte die Prinzen von Nassan-Oranien,welche von Cornel Visscher, J. Suyderhocf, 1'. Soutman, 0. de Passe,P. van Sompel und J. Sailliar gestochen wurden. Das dritte Zeichenschreibt der Kunstsammler James Ilazard dem Gerhard Honthorst zu.Chav. Hazard ist durch ein treffliches Zeichnungs - Imitationswerk be-kannt , und er könnte daher das Monogramm auf Handzeichnungenvorgefunden haben. In Nachbildung hat er aber keine gegeben.
G. Honthorst soll nach der gewöhnlichen Angabe 1660 gestorbenseyn. Im kgl. Museum zu Berlin ist aber ein Bild mit einer lustigen(iesellschaft von Kricgsleuten und Weibern : G. Honthorst fl 1604 be-zeichnet. Mau könnte indessen auch (Juillaumt statt Gerhard Honthorstlesen dürfen. Wilhelm Honthorst starb 1683.
Eigenhändige R a d i r u n g o n.Bartsch widmet diesem Meistor keine Stelle , und daher zählenwir die ihm jetzt zugeschriebenen Blätter auf.
1) Der Engel erscheint dem Abraham, welcher im Begriffe ist,seinen rechts knieenden Sohn zu opfern, fol. In P. Grebber's Manierradirt, und fast gänzlich unbekannt. R. Weigel, K.-K. No. 16,628,werthet einen ersten Druck vor dem Namen auf 18 Thl.
2) Das Bankett des Neptun, reiche Composition. G. Honthorst fec,OU. fol. Dieses ausseist seltene Blatt werthet Weigel 1. c. No. 19,031auf 35 Thl.
3) Eine Landschaft, welche mit den Buchstaben GH bezeichnetist, qu. 8.
Honthorst hat bekanntlich mit dem Landschaftslache .sich nichtbefasst, und er musste daher an jener Gegend, welche er in einemradirtou Blatte festhielt, ein besonderes Interesse gefunden haben.Wir werden diese Radirung unter den Cursiven G II No. 3056 näherbeschreiben, da mau die Initialen nicht hier aufsuchen wird.
3040. Melndert Hobbema wird für den Träger dieses Zeichens---y fehalten, wie wir unter CM No. 105 bereits bemerkt haben.C T T ' )aa Monogramm, fallt es auf landschaftlichen Gemälden vor-^-* — 4 kommt, wird nämlich nicht jeder für 11 II nehmen, sondern-S ■*■ für CIL Und die letzterem Buchstaben müssten auch ange-nommen werden, indem man Hobbema Coeverdensis lesen will. Gemäldemit diesem Zeichen müssen vorhanden seyn, es fragt sieh aber, ob sievon Hobbema herrühren können. Wenn biblische Staffage in D. Wett'sManier in diesen Gemälden vorkommt, sind sie sicher nicht von Hob-bema, sondern von einem 0. oder (i. Hoc.lie.nud , wolcher zu AnfangSet vorigen Jahrhundert! In Hamburg thätig war, und noch 1729 lebte.Er war In Rolland Schüler von Hobbema, wählte aber niemals eine