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GH. Nr. 3029 — 2032. 1059
3029. Heinrich GBdig, kurfürstlich sächsischer Hofmaler und Ra-~r>k (lirer, neben Lucas Cranarh jun. einer der bedeutendsten Künstler
IjJ' aus der /weiten Hälfte des 16. Jahrhunderts, erscheint hier nurmit einem vorläufigen Artikel, indem sein Monogramm gewöhnlich sogestellt ist, dass wir es unter // 0 und // (1 Jl bringen müssen. In derobigen verkehrten Stellung findet man es auf etlichen rndirten Blätternfolgenden Werkes: Der Kllisten vnd fürnembsten Historien de» vraltenvnd beruffenen Volks der Snchssen etc. ete. Durch jleissines nachdenke»vnd Invention, Heinrich Gbdiyrn von liraunschweig etc. etc. I. Thoil mit,59 Vorstellungen aus der sächsischen Geschichte und kurzen geschicht-lichen Angaben, darunter 151)7. /weiter Thoil mit 61 Vorstellungenir,!)/l. qu. fol.
Brulliot I. No. 2117 gibt den Titel dieses Werkes nicht genau an.Vergl. Ch. Schuchart's Notiz über II. Gödig in Dr. Naumann's ArchivI. S. 94.
3030. Unbekannter Kupferstecher, dessen wir im Artikel desfcr Albert van Kverdingen 1. S. 611 bereits erwähnt haben. Von
■(JtI • ihm ist das radirte und gestochene Titelblatt zur dritten re-tonebirten Ausgabe der Blätter Evordingen's. Wir haben das Titel-blatt an der angezeigten Stelle beschrieben, und verweisen auch imUehrigen darauf.
3031. Gorhard van der Horst, Landschaftsmaler, war in der
ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Amsterdam oder llarlenithätig. Jan van de Velde radirte nach ihm sechs Landschaftenmit Ruinen, anderen Baulichkeiten und Figuren. Auf diesen Blätternsteht: O. van der Horst inv., und auch G. V.U. in. Auf einem anderenBlatte des J. van de Velde findet man aber das obige Zeichen. Esgibt die Ansicht des Schlosses van Zuylen, fol. Wir deuten das Mono-gramm auf G. van der Horst, da. dieser Künstler sich auch GerhardHorstius nennt, und ,T. van de Velde auch andere Blätter nach ihmradirt hat. Nach einer weiteren uns zugekommenen Notiz soll dasZeichen dem Gerhard Hoet angeboren. Dieser Künstler wurde 1648geboren, und war also beim Tode dos J. van de Velde noch nichtzwei und zwanzig Jahre alt. Die Zeichnung wird daher von ihm nichtherrühren.
3032. Willem Hondius, Maler und Kupferstecher, geb. im Haag1600, war der Sohn und Schüler des HeinriebHondius, und arbeitete längere Zeit in seinerVaterstadt. Um 1636 begab er sich nach Danzig,
und erhielt "dort eine Anstellung als Perspektivmaler. König Wladis-laus IV. von Bolen ernannte ihn zum Hofmaler, und betraute ihn miteinem grossen geschichtlichen Werke, welches 1640 mit Text desDichters Martin Opitz erschien. In Danzig arbeitete er auch ein Zeichen-buch aus: Artis leonieae Tgronibus utilis et scitu necessaria l'ublicae Ludexpotita. Opera et Studio M'ilh. Ilontlii. Hag. Hat. S. R. M. l'ol. et Sure.Sculplor. Folge von 31 Blättern in der Manier des St. della Bella.(ledani lObtt , 8. Hondius stach in Danzig auch viele treffliche Por-traito, darunter das des Königs Johann Casimir zweimal, t(IW) undMWO fol. Ein Hauptblatt aus jener Zeit ist, auch das Bildnis* desHasilius l'rinceps Moldaviae nach A. van Westervoldt, fol. Gleich nachseiner Ankunft in Danzig stach er das Bildniss des Königs Ladislaus IV.,welches 1637 in gr. fol. erschien. Zu seinen seltensten Blättern gehörtaber die Abbildung der reichen Ehrenpforte heim Einzüge der KöniginLudovika Maria in Danzig 1646, gr. fol. ücber die in Danzig ge-
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