G H. Nr. 3025 — 3028. 1057
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3025. Hermann Goldschmidt, Maler aus Frankfurt n. M., machte* —■v um 1820 seine Studien auf der k. Akademie in München,
£ f \ ' und widmete sich dem historischen Fache. Auf der Kunst-1 I ■ ausslcllung des genannten Jahres sah man von ihm ein
Vi/V-*- Bild der (Jharitns, auf welchem das ohige Zeichen zwischender .Tahrzahl Ill'J!) vorkommt Es werden wohl auch noch andere(icmälde mit diesem Zeichen vorhanden seyn.
3026. Gustav Adolph Hennig, Historienmaler und Direktor der/-i^.t k. Akademie in Leipzig, bediente sich auch eines aus A O II
f I— -j bestehenden Zeichens , und daher haben wir ihm schon imvJ^l ersten Bande No. 641 eine Stelle gewidmet. Man findet aberauch Gemälde und Zeichnungen mit dem gegebenen Monogramme,welche« indessen in Verbindung mit dem Namen öfter vorkommt,als einzeln.
3027 Gerhard Hoorebecke, ein Holländer von Abkunft, war Hof-•"> maler dos Königs Heinrich "V 1 II. von England, und wurde(TtT desswegen von den Schriftstellern seines Vaterlandes vergessen.rT. Kr malte historische Vorstellungen, besonders biblische Scencn,welche wahrscheinlich in England ungekannt liegen , da sich derKünstler wohl nur sehr selten eines Monogramms bediente. Bryan I.p. 505 schreibt ein ähnliches Zeichen dem Hans Grünewald zu, under möchte es daher auf irgend einem (icmälde gefunden haben. Hoore-becke starb zu London 1558. Man darf ihn nicht mit Gerhard llore-bout verwechseln.
3028. Johann Georg Hiltensperger, Historienmaler und Professorx-> ,.. . an der kgl. Akademie in München , geb. zu HaldenwangvXV\ CjjjT ( ' CM ^ l'chrnar 1806, machte seine Studien unter P. vony. *"/rjl Cornelius in Düsseldorf, und begleitete dann diesen Meisternach München, wo sich ihm ein ehrenvoller Wirkungskreis Öffnete.Eines seiner früheren Werke ist das Frcseobild in den Arkaden deskgl. Ilofgiirlens , welches Albert den Frommen von Bayern vorstellt,wie er die ihm von den Böhmen angetragene Krone ausschlägt. Rechtsunten in der Ecke ist das erste Zeichen , doch grösser auf dem Ge-mälde , als hier gegeben. Kurz nach der Vollendung dieses ziemlichgrossen (icmäldes ging Hiltensperger im Auftrage des Königs Ludwignach Neapel und Pompeji, um die Ueberrostc der antiken Malereienzu studiren, da er auch zur Ausschmückung des Königsbaues der Re-sidenz in München bestimmt war. Nach seiner Rückkehr malte er imAnklcidczimmer daselbst nach den Entwürfen des L. v. Schwanthalcr27 Darstellungen aus den Lustspielen des Aristophanes, und dann mitStreidel im zweiten Vorzimmer des Königs Scencn aus llesiod's Ge-dichten , ebenfalls nach Entwürfen Schwanthaler's. Die Darstellungenzu den homerischen Hymnen im Service-Zimmer des Königs sind nachden Entwürfen von J, v. Bchnor von Hiltensperger, Olivicr, Streidelund Schulz ausgeführt Im zweiten Stockwerke schmückte er denTanzsaal mit enkaustischen Malereien, wobei ihm die Wahl der Gegen-stände blieb. Nach eigener Composition, und von ihm und Nilson ge-malt sind auch die Krescobildcr der Giebelfelder des kgl. Hof- undNatioual-Thcators. Sie stellen im oberen Felde den Pegasus mit denHören und im unteren Apollo mit den Musen vor. Die glänzendstenund grössten Malereien des Künstlers sind im Erdgeschosse des kgl.Saalbaues, welche aber noch nicht alle vollendet, sind. Hier ist nachSchwanthalers Entwürfen die Odyssee in Bildern vorgeführt. Wie sehrHiltensperger selbst in den Geist und die Geschichte des klassischen
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