1048 0 G. Nr. 2995 - 2997.
Baum mit zehn Wappensiliildcii, und links bemerkt man einen zweitenCanonici*. Hechts an der Mauer ist das Zeichen angebracht. Im Kundesteht: Constapels Nieuwe .laer. Auch mehrere Verse in holländischerSprache sind beigefügt. Höhe 5 Z. 9 L. und 4 Z. 4 L. Rand, Breite12 Z. 2 L. Dieses Blatt ist von mittelmilssiger Arbeit , und dientewahrscheinlich als Bettelbrief des Coiistablers einer Bürgerwchr. DasZeichen zwischen den Buchstaben scheint nur ein willkührlicher Lücken-hüsser zu seyn.
2995. Gregor Guglielmi, Historien- und Bildnissmaler, geb. zu-^/ j~*S Rom 1714, war Schüler von Trevisani, und einer der
(t I t achtenswerthesten Künstler seiner Zeit. In Rom, Wien,^^" y~~^ Augsburg, Dresden und Merlin malte er viele l'lafond-/ lKLf)'7s t stücke, und auch Altarbilder sind In Kirchen vorhanden.I j j-*t j n ( j cr letzteren Zeit seines Lebens begab er sich nachPolen, und endlich nach St. Petersburg, wo 4er Künstler um 1774starb. Guglielmi zeichnete mehrere Werke Uli. Herr Alexander Lesser,Historienmaler in Warschan, fand daselbst ein schönes Oelbild, welchesdie Apotheoso der Kaiserin Catharina von Russland vorstellt. Es istim französisch-italienischen l'lafondstyl ausgeführt, und mit den obigenInitialen bezeichnet. E. Haiti hat 17G8 sein Bildniss gestochen. Aufeiner eigenhändigen Radirung steht: Gregorius Guglielmi 1770 Seipsum fecit. August. Vindel., kl. fol.
2996. Giovanni Gallo, Formschneidcr, arbeitete in der zweitenw" f~c Hälfte des lti. .lahrhundorts in Italien , und machte sichV j . \j . durch schöne Blätter in Helldunkel nach Zeichnungen vonMarco Pino bekannt. Auf einem dieser Blätter steht G I. auf den hiererwähnten Holzschnitten kommen aber die Buchstaben ('• G vor, welchewir ebenfalls auf diesen Künstler deuten möchten, da die Compo-sitionen einem italienischen Meister angehört Man nennt diesen Form-schneider gewöhnlich Johannes Gallus, und hält ihn für einen Fran-zosen , er gehört aber der lombardischen Schule an, und ist ohneZweifel italienischer Abkunft. Unter G I und / G F kommen wir aufihn zurück.
1) Die Kreuzabnohinung, Composition von cilf Männorn undFrauen, welche den Heiland betrauern. Mit 0. G., fol.
Die folgenden Blätter sind ohne Zeichen, aber von derselben Hand.
2) Dio Kreuzigung Christi, fol.
3) Die Anbetung der Hirten, fol.
4) Die Ausgiessung des hl. Geistes, fol.
2997. Giovanni Gnerra, Maler und Kupferstecher, ist oben unter'•D **) (-cm Monogramme 6 0 No. 2981 eingeführt, und wir haben
Ct. C r . "-lieh auf das Turnierbuch des Johannes von Francolin (1560)hingewiesen, in welchem das Blatt mit den beiden ersten Buchstabonvorkommt. Die Zeichnungen zu diäten radirt.cn lilättern mit Turnieren,welche Kaiser Maximilian II. in Wien veranstaltete, sind von HansSebald Lautensack.
1) Ein freies Fehl . auf welchem Kämpfe mit Schwert und Lanzevor dem auf der Tribüne versammelten Hofe ausgeführt werden.Oben steht: lii/ueslris pedeslrisque puf/iifin ienn. MDI.X. Links am Zeltebemerkt man die verkehrten Buchstaben. H. 14 Z. 3 L. Br. 18 Z. 5 L.
2) Ein Turnier und die l'reisvertheilung durch den kaiserlichenHof: l'relium Venerii sacra. Ohne Zeichen, aber von derselben Hand.H. 14 Z. 2 L. Br. 18 Z. 5 L.
3) Landschaft mit einem Schalmeybläser zu Pferd. Mit denzweiten Buchstaben, qu. 18.