1042 GG. Nr. 2980 — 2982.
2980. Guillaume Gndard, Buchdrucker und Buchhändler iu Paris/-is-i in der frühen Zeit des 16. Jahrhunderts, dürfte aus der Zunft\SO der Briefdrucker hervorgegangen seyn, und somit in Metall oderHolz geschnitten zu hahen. Kr ist der Verleger von Horarien, welchemit schonen Metall- und Holzschnitten geziert sind, und sehr seltenvorkommen. Die Illustrationen hahen ein eigentümliches Gepräge,und stimmen mit jenen anderer französischen Hücherii dieser Art wenig.
1) IleMres de noftre dame a lufaige de I Komme tout au long (ansrie J +eque-\ rir. Auecques plusieurs fn/fraiges et \ oraifoni. Nouuellementimprimees. Pari», Guillaume (lodard (das Zeichen) kl. fol. Der Alma-nach geht von lö15 an.
2) Ihre in laudem bealiffime virgi-\nis Marie, mnltis orationibusfigurif- | que nouiler inuentis Iniipuunt feliciler. \ Venales habentur inofßcina Guillermi (lodard librarii iurati Varisieii. Es gibt auch einenPergamentdruck ohne liandbilder. Schluss: Cy commcncc la vie deAntechrist. Mit Holzschnitten aus der Dance Macabre.
2981. Giovanni Guerra, Maler und Kupferstecher aus Modena,^~^^_ /^~ : * r \ wurde 1634 geboren, und In Rom zum Künstlerf ) ( r r ) herangebildet. Im Jahre (660 muss er sich in WienV_l \J/^c_Ls aufgehalten haben, denn da illustrirte er mit anderenMeistern folgendes Werk: Herum pracclare geslarum inlra et extramoenia munitissimae civitatis Vicnncnsis peilestri et equestri proelio. AnnoDomini MDLX. I'er Joannem a francolin linrgnndum. fol. Auch indeutscher Ausgabe ohne Jahr, aber gleichzeitig mit der lateinischen.Auf einem radirten und gestochenen Blatte kommt das erste Zeichenvor, welches dem zweiten ähnelt, so dass wohl von einem und dem-selben Künstler die Hede ist. I)ns zweite Monogramm findet man aufBlättern mit weiblichen Husten in verzierten Kabinen und mit italieni-schen Inschriften. Auf diesen lilättern, deren Titel wir unten geben,kommt auch der Name des Künstlers vor, und somit ist ein Gio. Guerrasieher. Sollte indessen der Monogrammist, welcher 1560 für das Werkdes österreichischen llcichshcroldes Johannes von Francolin gearbeitethat, ein anderer seyn, dann müssen wir die Deutung des erstenZeichens schuldig bleiben. Guerra bediente sich auch eines Mono-gramms mit zwei in einander gestellten O, und beigefügtem F. dannder Initialen G G. Letztere kommen ebenfalls auf einem Blatte in deinWerke des Francolin vor. Guerra starb 1612 in 78. Jahre.
1) (irosses Turnier zu Fuss und zu Pferd in inner freien Gegend,mit der Unterschrift: Hqueslris pedeslrisque puqnae hon MDLX. Mitdem ersten Zeichen. II. 14 Z. 2 L. Kr. 18 '/,.' 5 L.
2) Kampfspiel auf dem Marsfelde: Prelium erhibitum in aperloCampo Marti et Veneri sacro. Ohne Zeichen, aber wahrscheinlich vonderselben Hand. II. 14 Z. 2 L. Hr. 18 Z. 5 L.
3) Varie Annonciaturn di teste usate da nobilissime Dame in diversiCittadi d'ltalia. Folge von 48 Hlättern von mittelmässigem Stiche, 4.Auf dieses Werk haben wir schon oben aufmerksam gemacht.
4) Die Vorrichtungen zur Aufstellung des Obelisken auf dem St.Petersplatzc in Korn durch Domenico Fontana 1586. Mit dem Zeichen,gr. fol.
2982. Giovanni Manozzi, genannt Gio van da San Giovanni,>--^->y Maler von Florenz, geboren 1590, gest. 1636.
f\ /■ Schüler von Matteo Rossolli, und einer der hand-
le \/ T / A Q/j fertigsten Meister seiner Zeit, schuf er eine grossox—J* — I / U >w / • Anzahl von Werken, besonders in Fresco, vonwelchen aher jene an den Faeadcn dor Paläste zu Grunde gegangen