GF. Nr. 2932--2933. 1029
nur zur Hälfte gezeichnet. In der Mitte unten stehen nach Brulliotdie Buchstaben G. F. Br. 5 Z. 2 L. H. 10 L. Der genannte Schrift-stcllor glaubt, dieses Blatt rühre von dem Meister F.G. No. 2115 her.Wenn sich dieses so verhält, so hat eine Versetzung der Buchstabenstattgefunden, welche zum zweiten Male nicht mehr vorkommt. Esfragt sich aber noch, ob das Blatt von .jenem Meister F. G. gestochenist, und oh nicht ein etwas jüngerer Zeichner dafür eintreten dürfte.Wir wissen aus dem Cataloyue d'Ornements —, provenant du Cabinel de.IH. Reynard II. p. 76. dass Ktienne de l'Aulne, oder Stcphanus, fastallo seine Ornamente nach Zeichnungen des Maitre Guido und desJean Cousin gestochen habe. Mr. Reynard fand mehrere Zeichnungenauf Pergament, und darunter eine solche mit einem von Ornamentenumgebenen Cartoucho, in welchem steht: f ensuivent les disseim deM. Guido et Jean Coutin de>si(jneurs d'environ toulle l'oeuvrc de Slephummexrepte im« gründe partie dessianees de iton fili et (/ueluue peu d'autres/.. I'enii etc. Unten stehen die Buchstaben G F., welche demnachGuido Fecit bedeuten. Dieser M. Guido war nur Zeichner, und eskönnten die Initialen auf dem erwähnten Blatte sich auf ihn beziehen.In diesem Falle müsstc es aber von Stcphanus gestochen seyn, undnicht von dem Meister F. G-, dessen Thätigkeit um 1534—1537 fallt.Letzterer gehört der Schule von Fontaincbleau an, und ist auch mitdem Monogrammist.cn QF No. 2014 Eine Person. Der Zeichner Guidoist jünger, da die Ornamente des Stcphanus von 1560—1578 datiren.Letzterer starb aber erst 1590.
2932. Giovanni Francesco Mucci, Maler und Radirer, behauptet/~" ■p unter GFMF eine Stelle, und dort handeln wir auch über ein
• landschaftliches Blatt mit St. Ilieronymus, auf welchem linksunten G. F. (Gio. Francesco), in der Mitte s. r. I. (Simone CantariniTnv) und rechts MF (Mucci Fecit) steht. H. 10 Z. 1 L. Br. 7 Z. 1 L.Es wird nicht Jeder die Buchstaben 0, F. mit IM. F. verbinden, unddesswegen fanden wir Nachhülfe nöthig.
2933. Unbekannter Radirer, welcher zu den Dilettanten gezählt\g7 werden kann. Er war vielleicht in der «wetten Hälfte des
18. Jahrhunderts thiitig, wenn nicht zu Anfang des folgenden.
Man findet dieses Kreuz mit GF auf einem Blatte, welcheseine - 'Landschaft vorstellt. In der Mitte erbebt sich ein Hügel, undauf diesem reicht eine Gruppe von drei Bäumen bis an den oberenPlattenrand. Links führt der Weg nach dem Dorfe, dessen Häuserunter Bäumen liegen. Rechts vorn sitzt neben dem Baumstamm einMann, und ein Weib mit dem Hunde steht vor ihm. Links unten be-merkt man das Kreuz. II. 8 Z. 4 L. Br. 3 /,. 8 L.
(1* FG. F.
2934. Steinpelsrhneidei und Münzmeister, welche Gepräge G. F.p \ zeichneten. Darauf geht Schlickcyscn (Erklärung der Abkür-' zungen auf Münzen &c. S. 122) ein. wir fügen aber einigeNotizen bei, um den gehörigen Anhaltspunkt zu geben.
Girolamo Faccioli scheint den Stempel zu einem seltenen, vierDukaten wiegenden Goldstücke mit dem Bildnisse des Dogen AloisioMocenigo, wie ihm St. Marcus die Kahne überreicht, gefertiget zuhaben. Im Abschnitte stehen die Buchstaben G* F zwischen Rosetten.Der Revers zeigt ein segelndes Schiff. Diese Münze ist im siebentenJahre der Regierung des Dogen geprägt, nämlich im Jahre 1577. Da-mals war Girolamo Faccioli der Sohn thätig. Sein gleichnamiger Vaterstarb 1577. Beide waren Goldschmiede.