1028 GF. Nr. 2920—2931.
radirten Blatte, welches zwischen Arkaden eine Rotunde zeigt, zuwelcher rechts und links Treppeta führen. Das Ganze ruht auf Wolken,in welchen eine woihliche Figur mit dem Zweige sitzt. Vor dem Mono-gramme steht: Inuentor et Fe.cit, und weiter liest man: Giovan HallUlallernubo delineavit, Paulus l'ilaia Srulp, fol.
2926. Franz Gäbet, Zeichner und Radircr, bediente sich zur Bc-
f Zeichnung seiner Blätter der zusammenhängenden Cursiven F 0,welche wir No. 2112 gegehen haben. Unter Bezugnahme auf jenenArtikel bemerken wir daher hier nur, dass auf etlichen Mütternauch das gegebene Zeichen vorkomme.
2927. Johann Martin Friedrich Geissler, Zeichner und Kupfer-fe. Stecher, behauptet oben No. 2290 einen ausführlichen Artikel, auftag welchen wir zunächst verweisen. Das gegebene Zeichen kommt
\3 unsers Wissens nur im l'roliedrucke eines Mattes mit der Ansichtvon Vierzchnhciligcn und des ehemaligen Klosters Banz vor. Es wäreindessen möglich, dass das Monogramm in richtiger Stellung auch nochauf anderen Aetzdrücken vorkomme. Nach der Vollendung der Blattenwurde das Künstlcrzeichon gewöhnlich wieder ausgeschabt, so dassman nur selten ein Exemplar mit demselben findet.
2928. Georg Franck bediente sich zur Bezeichnung der in seiner
e Sammlung vorhandenen Kupferstiche und Handzeichnungen einesStempels, welcher denselben aufgedruckt ist. Seine Verhältnissekennen wir nicht.
2929. Gerlach Flicke , ein uns früher unbekannter deutscher(' L," 1 Maler des 16. Jahrhunderts, soll liildnisse mit 0. F. signirt
**' haben, wir wissen aber nicht, wo sich Gemälde mit dieserBezeichnung finden. Sie sind vielleicht In England zu suchen. Imbritischen Museum wird nämlich seit einiger Zeit das Portrait desErzbischofs Cranmer aufbewahrt, mit der Unterschrift: Oerlar.ut Flictius(iermanus faciebat. Dieser Fliccius ist wahrscheinlich unser G. Flicke.Der Erzbischof ist in einem Alter von 57 Jahren vorgestellt, und somitmuss er 1546 gemalt worden seyn.
2930. Gaspard Dughet, genannt I'oussin, soll nach Brulliot
Grg=l II. No. 990 ein Matt mit der Anbetung der Hirten nach RafnolJr radirt, und dasselbe unten in der Mitte mit diesen Initialenbezeichnet haben. Uehcr der llauptgruppo schweben zwei Engel, undlinks bemerkt man einen Hirten mit dem Schafe. Hechts steht einKorb mit zwei Tauben, fol.
Bartsch XX. p. 233, und Hobert-Dumosnil I. p. 125 schreiben demGaspard Dughet nur acht Landschaften zu. Das erwähnte Blatt istnicht von ihm radirt, sondern höchst wahrscheinlich von Franfois deIn (luertiere, einen um 1650 lebenden Maler. Wir haben von ihmfolgendes Werk: lleaie.il des (Irolesque.s de Uaphael d'Vrbin, peintes dannles löget du Vatican ä llomi; dessignees et graues pur F. de In (luerliere,peintre du Roy. Folge von 17 zart und geistreich radirten Blättern inhoch fol. Im ersten Drucke ist die Adresse von De Blond beigefügt,welche später ausgeklopft wurde.
2931. Maitre Guido nennen wir jenen Meister (1. F., welchenQ p Brulliot II. No. 989 zu den unbekannten Kupferstechern zählt.
* Kr fand die Initialen seines Namens auf einem Blatte in Fries-form, welches in Ornamenten drei Medaillons enthält. In dem mittlerenHund ist ein nach links gewendeter männlicher I'rofilkopf, und rechtsund links von diesem sind zwei andere Medaillons mit Köpfen, aber