Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
1024
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1024 QF. Nr. 2915.

und an den Seiten halt jeder Genital ein Ornament. An der Vaselehnt ein Tiifclchen mit dem Zeichen. II. 8 Z. Br. 4 Z. 6 L.

13) |B. 17] Die Vignette mit drei Vasen In Blätterwerk. Die Vasenan den Seiten sind nur zur Hälfte angedeutet, nur die mittlere istvollständig gezeichnet. Unten in der Mitte ist das Täfelchen mit demZeichen. H. 10 Z. Br. 5 Z. 2 L.

14) [B. 10] Die kleine Vignette mit dem Harnisch, aus welchemsich Blätterwerk nach allen Seiten verbreitet. In der Mitte unten dasZeichen. II. 1 Z. 10 L. Br. 1 Z. 9 L.

15) Eine andere kleine Vignette mit einem Harnisch, aus welchemBlätter kommen, und den Kaum füllen. Ohen in Mitte des weissenGrundes bemerkt man das Zeichen. 1 Z. 10 L. im Quadrat.

16) [B. 20] Eine Trophäe, bestehend aus einem Harnisch mit demHelme darüber, aus einer Streitaxt, einem Bogen und einem Köchermit Pfeilen. Unter dieser Trophäe liegt ein Schild, ein Hörn und einzweiter Helm. Links auf einem ovalen Schilde bemerkt man dasMonogramm. II. 6 Z. 2 L. Br. 1 Z. 8 L.

17) [B. 22(21)] Muster zu einer Messerscheide. Der obere Theilenthält die Figur eines Mannes im Panzerhemd mit fliegendem Mantel,der untere Blätterwerk mit einem Adler. Links oben ist das Zeichenmit der Jahrzabl 1896. H. 6 Z. Br. oben 1 Z. 3 L., unten 9 L.

18) Zwei Capitälo mit Blättern in zwei Keihen über einander,etwas bizarr in den Formen, aber von gutem Style. In der Mitte obensteht das Zeichen auf einem Tiifclchen. H. 2 Z. 8 L. Br. 1 Z. 9 L.

Der Verfasser des Catalog Cicognara II. No. 859 glaubt, diesesBlatt rühre mit anderen ohne Zeichen von einem deutschen Künstlerher, und dass demnach zwei Künstler verschiedener Schulen sich des-selben Zeichen« bedient hätten. Die Blätter italienischen Styls mochteer dem Guido Ruggieri vindiciren, jene im deutschen Charakter allen-falls dem Georg Frenzel. Wir theilen diese Ansicht nicht, und habendie Gründe unter FG No. 2115 dargelegt.

2915. Florian Grospietsch, Landschaftsmaler und Radirer, geb.zu Protzan in Schlesien 1789, war bis in sein sechsund-zwanzigstes Jahr sein eigener Lehrer, und genoss nur kurzeZeit einen systematischen Unterricht in der Malerei. AusU X^ jener Zeit stammt eine grosse Anzahl von ZeichnungenM*,Vr nach der Natur, in welchen sich ein entschiedenes Talentausspricht. Sic bestehen meistens in Landschaften mit Figuren undThicren, welche tbeils mit der Feder und in Tusch, theils in Aquarellausgeführt sind. Im Jahre 1820 begab sich Grospietsch nach Italien,um die mit Glück betretene Kuhn weiter zu verfolgen. Während eineslängeren Aufenthaltes in Rom machte er auch ernste Studien in derhistorischen Composition, in allen seinen Gemälden ist. aber die Land-schaft das Element, in welchem er sich in voller Freiheit bewegte.Die historische Staffage war ihm nur Mittel zur Steigerung des Inter-esses. Er steht in dieser Hinsicht auf der Basis des damals hochge-priesenen Landschafters Joseph Koch, welchem er sich in Rom ange-schlossen hatte. Zu seinen Hauptwerken gehören aber die Landschaftenmit Staffage aus dem italienischen Volksleben. Grospietsch bereistezu diesem Zwecke auch das Königreich Neapel, und somit bieten seineGemälde und Zeichnungen grosso Abwechslung. Im Jahre 1826 kehrteder Künstler wieder nach Deutschland zurück, und begab sich nacheinem kürzeren Aufenthalte in München nach Berlin. Die letztereZeit seines Lebens verlebte er in Schlesien.