Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
1023
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G.F. Nr. 2761. 1023

Primaticcio hatte dicBO Vorstellung im Schlosse zu Fontaincblcaugemalt, und daselbst wurde wahrscheinlich auch der Stich vollendet.Frühere Schriftsteller schreiben das Blatt dem G. Ghisi zu, indemman Ghiai Fecit lesen wollte. Andere vindiciren das Blatt dem GuidoRuggicri, und somit sollte das Zeichen Otiidui Fec.il bedeuten. DieselbeVorstellung beschreibt Bartsch XVI. p. 403 auch unter den anonymenErzeugnissen der Schule von Fontainebleau, und sagt, sie sei in der"Weiso des Louis Ferdinand gestochen. Diess ist nun wahrscheinlichdie Copic des Blattes unsers Meisters, da L. Ferdinand viel späterlebte. Schon früher hatte Enea Vico diese Composition nachgestochen,aber mit verändertem Hintergründe. Der Meister VO brachte rechtsFelsen an, welche bis an den Band reichen, während E. Vico eineweite Landschaft eröffnete. Malaspina di Sannazaro ist daher sicherim Irrthumo, wenn er in seinem (Malogo die una Raccolta elc. II. p. 156sagt, dass der Monogrammist GF, welchen er Georg Frenzel von In-golstadt nennt, nur die Platte des E. Vico retouchirt habe. Die Ilc-toucho musste Malaspina wohl herausfinden , denn er hatte einen Ab-druck mit Lafrcri's Adresse. Der genaue Vergleich mit dem Blatte desEnea Vico hätte ihn aber überzeugen können, dass der Meister GFweder die Platte desselben retouchirt, noch eopirt hatte.

5) IB. 5] Der Narr und die Verliebten, gegenseitige Copie nachHans Sobald Beham, B. No. 212. Zwei deutsche Herren sitzen in einerLandschaft, jeder an der Seite einer Dame, und der Narr unterhältsie mit Witzen. Links oben ist das kleine Zeichen. II. 1 Z. 1 L.Br. 1 Z. 11 L.

6) [B. 6] Ein sitzendes nacktes Weib in Profil nach links. Esstützt den rechten Arm auf eine Vase, und legt die linke Hand aufdas Knie. Links unten bemerkt man das Zeichen auf einem Täfclchcnmit der Jahrzahl 1537. 11. 4 Z. 3 L. Br. 2 Z. 11 L.

7) [B. 71 Der deutsche Fähndrich, stehend mit der Fahne auf derAchsel. Hechts am Baume in halber Höhe ist das Täfclchcn mit demZeichen und der .Jahrzahl 1637. H. 5 Z. 5 L. Br. 3 Z. 6 L.

8) [It. 8) Dio zwei Gouieu bei einer Löwin und deren Jungen.Jener rechts hält eine Kugel in der linken Hand, und der links haschtnach einer Taube. Am Aste des Baumes hängt links nach oben einTäfelchen mit dem Zeichen und der Jahrzahl 1537 , dann mit denSylben: ha. vh. in. II. 4 Z. 6 L. Br. 8 Z. 1 L:

Im ersten sehr seltenen Abdrucke fehlt das Täfclchcn. Die gegen-seitige Copie hat die Jahrzahl HIB, Sie ist um eine Linie breiter.

9) [13. 11] Die Vignette mit dem stehenden Kinde. Es spreizt inder Mitte die Beine auseinander, und hält mit beiden Händen einekleine Vase auf dem Kopfe, aus welcher sich das Laubwerk verbreitet.In der Mitte unten ist ein Täfclchcn mit dem Zeichen und der ver-kehrten Ziffer 30. 11. 1 Z. 11 L. Br. 1 Z. 9 L.

10) [B. 12] Dio Vignette mit dem nackten, und mit einem Schildebewaffneten Manne. Er ist gegen links angebracht, und geht im un-teren Thcile in Laubwerk aus. Den Schild führt er am rechten Arme,und mit der linken Hand erhebt er die Keule. In dem halb ausge-drückten Cartouche rechts ist das Zeichen mit der Jahrzahl 1530.H. 1 Z. 7 L. Br. 2 Z. 6 L.

11) |B. 13] Die Vignette mit dem Centaucr, welcher in Laubwerkausgeht. Er hält mit der linken Hand eine Keule, und mit derrechten phantastische Fische. Links in dem halb ausgedrückten Car-touche ist das Zeichen und die Jahrzahl i486. II. 1 Z. 10 L. Br. 2Z. 8L.

12) [B. 16] Die Vignette mit der Vase zwischen zwei Genien. Ausder kleinen runden Vase fällt Blätterwerk nach rechts und links ab,