Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
993
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GC. Nr. 2808 — 2809. 993

aber rechts am Rande A'o. i75 bei. Diese Nummer ist öfter abge-schnitten. Ein Gleiches verhält sich mit dem Blatte der Madonna mitdem Rosenkränze, welches im späteren Drucke die No. iTl trügt.Die No. *7.5 steht rechts unten im Band« mit St. Anton von PaduaB. No. 11. Exemplare dieser Art deuten den dritten l'lattonzustand an.Man kann in der Regel annehmen, dass die Abdrücke mit der Adressedes M. Cadorin zweiten Drucket sind, doch wurden früher nur wenigeExemplare in Umlauf gesetzt. Erst Cadorin vorbreitete Carpioni'sRadirungen im Handel.

Die Initialen G. C. mit int), et sculp. findet man nur im drittenDrucke des Blattes mit Christus am Oelbergc B. No. 2. Im erstenZnstande fehlt die Schrift, und im zweiten ist Cadorin's Adresse bei-gefügt.

Von grosser Seltenheit ist ein dem Verfasser des Teintre-gravcurunbekanntes Blatt mit der Anbetung der Könige. Links unter deinMohrenkönige steht: OARKOOT OPV8. II. 5 Z. 6 L. Br. 3 Z. 3 L.Zani (Enc. Met. II. 5. p. 171) sagt, er habe dieses Blatt nur ein ein-ziges Mal gesehen, und erklärt es daher für unauffindbar. Die k. k.Sammlung in Wien bewahrt ein Exemplar, und vielleicht als Unicum.

2808. Girardino Cagnassonc, Münzmeister iu Turin von 1556p p bis 1562, liess Münzstcmpel mit den Initialen seines Namens

■ zeichnen.

Giuseppe Cerbara, Stempclschneidcr in Rom, fertigte von 1805 anStempel zu Münzen und Medaillen, und zeichnete einige 0. C. Aucheines Monogramms bediente sich dieser Künstler, jenes No. 2805.

2809. George Cruikshank, Zeichner und Maler, geb. zu Londonipt ,p 1780, gehört zu den genialsten Künstlern Knglands, welches~"„ ^ in ihm den zweiten llogartb feierte. Doch selbst diesemÜ Kj,GC k stand nicht jener Reichtlium der Phantasie und die uner-G. Cru^A. schöpfliche Laune zu Gebot, welche den Cruikshankimmer originell und geistreich erscheinen Hessen. Kein anderer eng-lischer Künstler seiner Zeit hat die sulijective Richtung schärfer bc-zeichnet, als er. John Bull fühlte in seinen Bildern oft die derbeWahrheit, wclcho sich bei diesem Künstler nicht selten sogar zurCarrikatur steigerte, aber ohne in iraz/.enhaf'te Unnatur zu verfallen.Cruikshank hatte aucli die (iahe, aus den grotteskosten Dingen mensch-liche Gestalten hervorzubringen, und in launiger oder satyrischer Weisedieselben mit socialen Zuständen in Verbindung zu bringen. DieZeichnungen dieses Künstlers sind ausserordentlich zahlreich. EineMasse ist durch Originallithographien und durch den Kormschnitt be-kannt. Cruikshank behandelte die chemische Kreide mit grössterSicherheit., und gravirte. ebenso meisterhaft, in Stein, als er die Nadelauf Kupfer und Stahl führte. Wir haben im Künstler-Lexicon IIIS. 213 irgend eine Nachricht fortgepflanzt, dass dieser Künstler eigent-lich Simon Pure heisse; dieses verhält sich nicht so, und wenn er jeeinmal S. Bure sich genannt hat, wird die Namensvcrwechslung einensatyrischen Grund gehabt haben. Wir nennen hier nur einige seinerWerke welche auch auf dem Continente bekannt wurden, und Kunst-jntercsse haben.

Twelv» skelchcs illustrative of Sir Waller Scotl's Demonology andWitchoraft, designed end etched by O. Cruikshank. London ilili'i, 8.

lUustralions of Don Quixote. in a series of II) I'lates designed andetched by George Cruikshank. Wüh eoctracts describing. London 1034, 8.

Vonogrammistcn Bd. II. ^