Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
992
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992 G C. Nr. 2803 - 2807.

2803. Christoph Christian Graf von Glam-Gallas behauptet oben

£No. 63 als Kunstliebhaber eine Stelle, und wir ver-. Q weisen daher Diejenigen, welche über seine Kadirungcn

;SLi.Fec.it. unter G C Aufschluss suchen, auf jenen Artikel.

2804. Giovanni Battista Casanova, Zeichner und Maler, geb. zu(7P~\ ß /> Venedig 1729, machte seine Studien zu Rom unter R. Mcngs,y^OtO. un( ] gründete da den Ruf eines vielseitig gebildeten Künstlers,üober sein Wirken und seine Werke gibt Heinrich Keller (Nachrichtenvon allen in Dresden lebenden Künstlern S. 25) einen aus authentischenQuellen geschöpften Bericht. Casanova wurde 1764 Professor an derAkademie in Dresden, und dann auch Direktor dieser Anstalt. Dasobige Monogramm findet man auf Zeichnungen des Künstlers. Es kommtdaher auch auf Kupferstichen mit Abbildungen von Antiken aus Herku-lanum vor. Casanova starb zu Dresden 1795.

2805. Giuseppe Cerbara, Medailleur und Edelstcinschneider zufU Rom, der Sonn des trefflichen Edelsteinschneiders Giov. BattistajL Cerbara, begann seine Laufbahn um 1805, und fertigte Stempelzu Münzen und Medaillen. Er wurde 1816 an der päpstlichen Münzeangestellt. Zu seinen besten Arbeiten gehört die Dcnkmünzo auf dieUnterdrückung der römischen Revolution 1831; dadurch ist aber Dichtgesagt, dass er zu den vorzüglichsten Produccnten seiner Zeit gezähltwerden müsse. G. Cerbara steht weit unter Nicolo Cerbara, seinemetwas jüngeren Zeitgenossen. Auf etlichen Geprägen kommt obigesZeichen vor, auf anderen stehen die Buchstaben G. C.

2806. Gilles Corrozet, Buchdrucker und Formschneider in Paris,/-* /~> wurde oben No. 2802 muthmasslich zu den Formschneidern^ • gezählt, und wir worden nicht irren, wenn wir ihm das mitG C. bezeichnete schöne Titelblatt zu Pierre Bclon's Werk: De lanatura des Oiseaux. Paris, G. Corrozet i6t&, zuschreiben. Im Jahre1553 erschien Belon's Beschreibung einer Reise in den Orient: Obser.vations de plusieurs sinyularitez etc., mit Holzschnitten von Pflanzen undanderen Dingen. Die Blätter mit Pflanzen und Vögeln könnten eben-falls von Corrozet herrühren, da die Zeichen aus G C bestehen. Inder Vorrede des ornithologischen Werkes nennt liclon den MaisirePierre Gondel, l'eintre vraimenl inoenieux als Zeichner.

2807. Giulio Carploni, Historienmaler und Radircr, geboren zup p . . , Venedig 1611, gest. 1674, war Schüler von Ales-VJ. V>. tri«, et HCUlp. Randro Varotari) und ein Künstler von Ruf. Auf

seine Gemälde können wir nicht eingehen, und daher fügen wir nurdem Verzeichnisse der Blätter dieses Meisters bei Bartsch XX. p. 175einige Bemerkungen bei. Von den meisten Radirungen kommen Ab-drücke vor der Adresse des Matio Cadorin vor. Dieser Verleger nanntesich aber auch Bolzetta. Zu den Ilaupthlältcrn im ersten Drucke vorder Adresse gehört die hl Familie, wie die Madonna das Kind in dieWiege legt, B. No. 8. Bartsch kannte nur die Exemplare mit derAdresse: Matio Cadorin detto llolzetta forma. Das Blatt mit der heil.Familie und dem den Johannes segnenden Jesusknaben B. No. 7 mussman näher in's Auge fassen. Bartsch weiss von Abdrücken vor Cado-rin's Adresse, es kann aber ein solches Exemplar auch dritter Artseyn. Es wurde nämlich die Adresse zugelegt, aber nicht ohne Spurenzurückzulassen. Die Radirung mit Johannes dem Täufer B. No. Ukommt vor aller Schrift, und dann mit der Adresse des M. Cadorinvor. Letztere wurde auch beim dritten Drucke beibehalten, man fügte