990 GC. Nr. 2796 — 2790.
4) Titelholzschnitt zu Tauler's Predigten in nicdcrsitchsisehemDirekte. Der Titel stellt in einem von Säulen getragenen Portale.Oben lieht man ein Paar anbekleidete Binder mit Blumengewinden,nuten zwei ,'inf langen Hörnern bietende Engel. Zwischen letzterensteht die Jahrzahl iB2t. II. B Z 4 L. Br. <i /.
Am Schlosse dieses Werkes ist das Wappen Tauler's, mit Kreuzund Cardinalshut darüber. Unten steht die Jahrzahl i< 520. II. 7 Z. 2 1,.lir. 5 /. 10 I,.
2796. Unbekannter Maler, dessen Zeichen Brulliot I. No. 1255x-y beibringt. Nach seiner Angabe Badet man es auf schönen
sxy^ lüldnissen in Geldorp'g Manier, worunter er wahrscheinlichf __ den Geldorp Gorteiua verstellt. Es lebte aber auch ein Georg
V __J und ein Melchior Geldorp, weichte beide in Cöln thätig waren,
und Bildnine malten. Vielleicht bezieht sich das Zeichen auf einen
dieser Künstler, so dass (ieldorp Coloniensis zu lesen wäre. Keinervon beiden kommt dem alten Geldorp Gortzius gleich, sie malten aberin der Weise desselben. Georg Geldorp War ein schwacher Zeichner.
2797. Unbekannter Formschneider, welcher um 1565 in Wittert-c * borg thätig war. Kr ist mit dem Meister 0 <i No. 71 EineG 'r Perion, und kommt mit dem Monograniniistcn (,' V. I. No. 2487in Berührung. Heide waren aber nicht selbstschnpl'crisehe Künstler,sondern arbeiteten nach Zeichnungen des .Johannes Teufel, auf welchensich das beigefügte zweite Zeichen beziehen dürfte. Dieser Meisterzeichnete / T , und verband diese liuebstaben auch zum Kreuze. EinBlatt, mit dem gegebenen Monogramme haben wir im Artikel dosMonograinmisten (', IC No. 2 (7) beschrieben , und auch das Werk- istangegeben, in welchem es vorkommt. Andere Holzschnitte mit diesemZeichen sind uns nicht bekannt, es müssen aber (leren vorkommen.Christ (Monogr.-Erkl. 8. 140) gibt ein ähnliches, aber stark vergri'issertesZeichen mit der .lahrzahl h r )(i(i, und sagt, es komme auf feinen Holz-schnitten eines alten deutschen Meisters vor.
Bin ähnliches Zeichen Badet man auch auf zwei Holzschnitten ineiner Bibel, welche 1580 bei Catharina Gerhiehin zu Nürnberg er-schien , fol.
2798. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der zweiten HallteK des 17. Jahrhundert! thätig war. Er stach das Bildnis« des
J)J Herzogs Philipp Ludwig von Holsleiu-Sonderburg zu Pferd, wieer im Vorgruiide einer Landschaft mit gezogenem Schwertesprengt. Im Mittelgrunde rechts ist ein Reitergefecht vorgestellt, beiWelchem Türken betheiliget zu seyn scheinen. Im dunklen Hoden rechtsunten in der Ecke ist das gegebene Monogramm, aber wegen der sichkreuzenden Streichlagen nicht lehr deutlich zu erkennen, so dass derkleinere Buchstabe C oder (l lern kann, II 11 Z. 8 L. Br. 8 Z. 9 L.Der erwähnte Herzog starb 1689.
Der Stecher arbeitete mit wenig Gefühl, und scheint auch arm anErfindung gewesen zu soyn. Das Gefecht ist aus einem radirten Blattevon Peter Nulpe nach l'eter Potter entnommen. Ks stellt den MonatAugust, oder das I'euer vor. Auch das Pferd scheint, ein anderwärtsentlehntes zu seyn. Wir verdanken die Nachricht dem Herrn Hfirner.
2799. Giovanni Giuseppe Cosattini, Maler und Oanoaicui von
y— -X~ r Aipiileja, binterlieSI in lldine viele Gemälde, deren man in
0 Kirchen und Sammlungen Sndei Im Jahre 1671 ernannte ihn
■*-*-/ die Kaiserin Eleonore zum Hofmaler, und dahin' begab sieh
der Künstler nach Wien. Das Diplom gibt Graf Maniago {Sloria dclle