Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
989
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G B V — G C. Nr. 2792 - 2795. 989

teius vor. Baron von Aufsesa gibt in seinem Anzeiger etc. 1856 No. 4das Monogramm auf diesem Blatte in etwas abweichender Form, indembei ihm im Bauche des G der Buchstabe /' statt li gezeichnet ist.Vielleicht war es auf dem ihm vorliegenden Exemplare nicht vollkommendeutlich.

2792. Giovanni Bartolomeo Vaggell, Medailleur, scheint durch0 UVF ( '' e8e Buchstaben seinen Namen angedeutet zu haben. Man

'■ • findet sie unten auf dem Bronze-Medaillon mit dem Bildnisse

des Marcellus Melaspina. Die Bückseite stellt zwei weibliche Figurenneben der Büste vor, und die Legende besagt: skmpkr BOVOt nomkn^uktuum. Im Abschnitt mdccxxv (oder 1735?). G. B. Vaggeli fertigte1714 einen Medaillon mit dem Bildnisse des Antonio Magliabecchi,des Bibliothekars in Florenz. Eine Medaille von 1720 gibt das Bilduissdes Generals Pietro üttoboni.

2793. Gysbert van Blödingen, Medailleur, war um 1770 in DelftC B V M F t ' liit 'K- Nach Schlickoyscn, Abkürzungen auf Münzen

.....etc. S. 121, beziehen sich auf Gcprägen die gegebenen

Buchstabon auf ihn.

^2794. Der unbekannte Kupferstecher, welcher sich dieses Zeichens>>. bediente, ist oben No. 55 eingeführt, und wir liefernyjt) daher hier nur einen Rückweis, indem man auch G C, ]J34 lesen kann. Das Vcrzcichniss der Blätter desselben istw f)r^37j ebenfalls gegeben, und sollten sich deren noch andere**jAJ3*£—J finden, so wird sie Passavant im dritten Bande desPeintro-graveur anzeigen. Dieser Band hat zur Zeit die Presse nochnicht verlassen.

2795. Unbekannter Formschneider, dessen Lebenszeit die beige-^^ ^ fügte Jahrzahl bestimmt. Er gehört der älteren

»n^ytr^. sächsischen Schule an, und ist wohl Eine Person

XJ/ <&) UZO mit dem Meister ('. G., dessen wir No. 65 erwähnthaben. Unser Monograinmist lieferte einige Holzschnitte zu der be-rühmten Ilalherstädtischen Bibel im nicdcrsächsischcn Idiom: BibliaDudetch. Halberstadt 1522.23, gr. fol. Die grosse Menge interessanterHolzschnitte sind grösstcntheils die der Cölner Uibel (1470 —1480), undder Koburger'schen Bibel, welche 1483 zu Nürnberg erschien. Bartsch,P. gr. VII. p. 472 kennt nur das sich oft wiederholende Blatt mitSt. Hieronymus in der Zelle, und findet es schlecht geschnitten. Esist aber dennoch das Haup'Matt des Meisters.

Die erwähnte Bibel erschien bei Ludwig Trutcbul, und man kannden Meister C G mit llccht den Formschneider seiner Druckerei nennen.Man findet nämlich auch noch andere Titoleinfassungen zu Werken derTrutebul'schen Offizin, welche später nach Erfurt verlegt wurde.Wiechmann-Kadow macht in Dr. Naumann's Archiv II. S. 252 auf solcheHolzschnitte aufmerksam, deren aber keiner das Zeichen trägt.

1) Der hl. Hieronymus in der Zelle schreibend. In der Mitte obendas Zeichen mit der Jahrzahl 1020. H. u. Br. 7 Z. 3 L.

2) Das Titelblatt zur Halberstädter Bibel. Mit dem Zeichen undder Jahrzahl 1020, gr. fol. Viele andere Blätter dieses Werkes sind

ohne Zeichen m \. M

3) Titelbordüre zu Luthers Schrift: Von den guden Werken. Halber-Hadt 1521, 4- Die Figuren treten auf schwarzem Grunde hervor, undArabesken füllen den übrigen Kaum. Oben bemerkt man eine nackteFrau und unten sind Thicrgestalten zu den Seiten zweier Figuren.Die Jahrzahl 1520 steht oben. Ohne Zeichen.