G. No. 2620 — 2623. 941
2620. Unbekannter Kupferstecher, welcher mit dem Meister G.
0i=& No. 2615 Eine Person seyn könnte. Er ist als Copist zu. y gJ betrachten, nicht als origineller Zeichner. Folgende Blätterrühren von ihm her, gehören aber zu den Seltenheiten:
1) Die heil. Jungfrau mit der Stcrnonkrono. Sie steht von Lichtumflossen auf dem Halbmonde, und reicht dem auf ihrem linken Armesitzenden Kinde eine Frucht. Copie nach A. Dürer, B. No. 31. Linksunten ist der ersto Buchstabe, das im Original rechts stehende ZeichenDürer's mit der Jahrzahl 1500 fehlt. H. 3 Z. 3 L. Br. 2 Z.
Diese Copie kennen Heller und Bartsch nicht. Brnlliot II. No. 906zweifelt an der Richtigkeit der Angabe im Catalog Malaspina di Sanna-zaro I. p. 99, indem da auf Bartsch No. 31 nicht verwiesen ist. DieCopie des Meisters mit dem altgeformten G ist nach No. 30 gefertigt.
2) Die heil. Jungfrau auf dem Schoosse der heil. Anna sitzend.Dabei sind zwei Engel und vier Männer. Mit dem zweiten Buchstaben.H. 3 Z. 4 L. Br. 2 Z. 2 L.
Dieses sehr seltene Blatt ist in der Weise des alten rheinischenMeisters S behandelt, und vielleicht Copie nach diesem. Letztererblühte um 1520.
2621. Unbekannter Kupferstecher, welcher in der ersten Hälften=^n des 16. Jahrhunderts in Italien lebte. Er ist wahrscheinlich[ff Eine Person mit dem Meister Z G , welcher in der Weise des
// // Agostino Veneziano arbeitete. Auch das Blatt mit G im Täfel-chen erinnert im Machwerke an jenen Meister. Es ist diess Copienach Marc Anton oder A. Veneziano, B. No. 53.
Maria mit dem Kinde auf Wolken sitzend, nach einem EntwürfeRafacl's zur berühmten Madonna di Fuligno. Die Zeichnung besassfrüher der Maler Th. Lawrence. Sic ist in schwarzer Kreide ausge-führt , fol. Es sind davon zwei alte Stiche vorhanden. Der eine hatdas Täfelchen des Marc Anton, und wird von Bartsch No. 25 beschrieben.In diesem Blatte ist die Madonna von Strahlen umflossen , und dasKind sitzt auf dem rechten Schenkel derselben. Injler angeblich vonAgostino Veneziano herrührenden Wiederholung unterstützt sie dasKind mit der rechten Hand unter der Achsel. Auch fallen die Ilaareder Madonna nicht auf die Schulter herab, wie in dem Blatte desMarc Anton. Die Copie des Meisters G ist nach dieser Wiederholunggefertiget, und der Copist liess auch die Strahlen um die Figur weg.H. 9 Z. 2 L. Br. 6 Z. 6 L.
2622. Gaspar Ruina , Zeichner und Formschneidei-, war in derj.„ zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Rom thätig Man
G <^Ki n »det eine Anzahl von Blättern, welche in einer cigenthüm-* liehen Manier behandelt sind, indem sie fein schraffirten,aber rauhen Kupferstichen gleichen. Sein grösstes Blatt stellt die Er-schaffung der Eva nach dem Bilde des Michel Angelo in der Sixtinavor. Hicronymus de Grandi lieferte ihm die Zeichnung dazu. In dreiBlättern, H. 13 Z. 2 L. Br. 19 Z. 1 L. Dann schnitt er auch mehrerehistorische, mythologische und allegorische Vorstellungen in Holz. Erzeichnete: Gasparo Ruina f., Gasparo f., G mit dem Büschel Pfeilen,und brachte auch letzteren ohne G an.
2623. Johannes Gallus, Formschneider, war in der zweiten Hälftedes 16. Jahrhunderts in Italien thätig. Er hinterlicss mehrereBlätter in Helldunkel, deren mit Gl, IGF und /O.G. be-
_ zeichnet sind. Hier handelt es sich aber um ein Blatt, welchesdem J. Gallus nur muthmasslich zugeschrieben werden kann. Es stellt