Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
940
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940 G. Nr. 2818 — 2619.

Dieser berühmte Mann erhielt in der neuesten Zeit ein artistisch-biographisches Denkmal: Geo/froy Tory , peintre et graveur, premierimprimeur royal. reformateur de V Orthographie et de la typographiesous Francois I. , par Auguste Bernard. Avec figurcs et fac - simüe.Paris 11)57, 8.

2618. Ursus Graf zeichnete seine Holzschnitte gewöhnlich mit^ einem aus G V gebildeten Monogramme, man findet aber zuweilenO auch ein Blatt mit dem Buchstaben G in alter Form, welcherfrüher auch für S genommen wurde. Nach einer gefälligen Mittheilungist dem gegebenen Buchstaben die Jahrzahl y.32/ beigefügt. Wir habenkein Blatt dieser Art gesehen.

2619. unbekannter Zeichner und vielleicht auch Formschneider,

welcher in Marburg, wenn nicht in Cöln gelebt hat.In letzterer Stadt hatte Eucharius Cervicornus eineDruckerei, und zugleich eine Filiale in Marburg.Das anatomische Werk, in welchem Holzschnitte mitden gegebenen Zeichen vorkommen, Hess Cervicornusin Marburg drucken, und somit könnte der Zeichnerentweder in Cöln, oder in Marburg gelebt haben.Das fragliche Werk erschien unter dem Titel: Ana-tomia, hoc est corporis humani dissectionis pars prior— per Jo. Dryandrum Medicum et lUathematicum.

Item Anatomia porci ------ • Marpurgi apud Eucharium Cervicornum. Anno

1637, 4. Dieses seltene Buch ist mit zahlreichen Holzschnitten illu-strirt, auf welchen die Zeichen variiren. Brulliot II. No. 2834 gibtdas erste Zeichen mit der Jahrzahl 1536, kennt aber das Werk nicht,in welchem der von ihm beschriebene Holzschnitt vorkommt. DiesesBlatt stellt einen Todtcnkopf über der Sanduhr auf einem viereckigenSteine vor. Unten steht: ikevitaiule fatvm. Im Quadrat 4 Z. 4 L.Der fragliche Holzschnitt scheint aber auch einzeln vorzukommen.Dasselbe Zeichen findet man ferner auf einem Holzschnitte mit einemTodtcnschädel und der Schrift an der Basis: homo bvlla. Daszweite Monogramm mit den Buchstaben G. V. B. bringt Brulliot ILNo. 2834. Das Blatt mit demselben stellt einen präparirton mensch-lichen Kopf vor. Im Quadrat 5 Z. 4 L. Brulliot glaubt, es rühre voneinem italienischen Meister des 17, Jahrhunderts her. Das Werk, inwelchem die Abbildung vorkommt, war ihm unbekannt. Die Beschreib-ung der vielen anatomischen Abbildungen in Dryandcr's Buch wirdman uns erlassen.

Dryander hat auch noch andere Werke herausgegeben. Eines der-selben ist astronomischen Inhalts: Annulorum trium diversi Gcncris ln-strumentorum Aslronomieorum componendi ratio. Marpurgi iS37, 4.Der King des Dryander ist im Holzschnitte beigefügt, und zwar aufeinem Stative, unter welchem der Annulus aslronomicus Boneli beigefügtist. Auf diesem Blatte ist der Buchstabe G rechts an den Cirkel gefügt.

Ein Thcil der Holzschnitte aus der Anatomie wurde auch zu Dry-andcr's Artzney Spiegel. Frankfurt 1G47, fol., benutzt. In diesem Werkekommt auch der Todtenkopf auf der Sanduhr mit dem schief gestelltenersten Zeichen vor, und zwar mit der Inschrift: Incvitabile Fatum.

Derselbe Meister bediente sich auch eines aus G B V in aufstei-gender Ordnung gebildeten Monogramms. Dicsos Zeichen steht aufdem Bildnisse des Landgrafen Philipp von Hessen, und auf jenem desJustus Vulteius von 1567.