Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
931
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PW-FWP. Nr. 2594 — 2596. 931

Die vollständigen Exemplare der oben erwähnten Biblia pauperumsind äusserst selten. Ein solches ist in München, und ein zweites be-sitzt Herr T. 0 Weigel in Leipzig. Eine zweite, ebenso seltene Aus-gabe hat die Schlussschrift nicht, sondern nur die Wappenschilde mitder Jahrzahl 1MO.

Auf den beiden folgenden Werken deutete der Künstler durch dieBuchstaben F. W. seinen Namen an, und man kann darunter mit grössterWahrscheinlichkeit den Friedrich Walther vermuthen.

Defensorium immaculatae coneeptionis B. V. Mariae". llistoria con-ceptionis b. Mariae iMO. Auf dem ersten Blatte sind die vier Kirchen-väter vorgestellt, jede der anderen Seiten enthält acht Bilder. Rechtsunten sind die Buchstaben f. IV). mit der Jahrzahl. Es gibt aber zweiAusgaben, auch mit einiger Abweichung im Buchstaben f. Eine Aus-gabe hat 16 Blätter mit leeren Rückseiten, die andere besteht in8 Blättern, welche auf beiden Seiten bedruckt sind. Passavant P. gr.I. p. 60 gibt folgenden Titel an: Defensorium inviolatae perpeluacquevirginitatis carissimae Dei (/enüricis Mariae. Unten rechts f. tu. f470.Ein schönes FIxemplar besitzt Herr T. 0. Weigel in Leipzig. Es ent-hält 59 Abbildungeu. Das Defensorium ist äusserst selten, besondersin vollständigen Exemplaren.

2594. Franz Wieschebrink, Gonremaler von Burgsteinfurt im7TY D "CVV«J^ Münsterschon, machte seine Studien in Düsseldorf,tti n t^i n un( ^ zä Mt daselbst seit vielen Jahren zu den vorzüg-

Fnu,J' r\ß • lichsten Künstlern seines Faches. Er malt mit Vor-liebe Scenen aus dem bäuerlichen Familienleben, besonders das Trei-ben der Kinder. Diese Bilder sind in sinniger Weise, und auch vonder komischen Seite aufgefasst. Wenn hier und da, wie dem Künstlernachgesagt wurde, auch etwas plumpe Gestalten vorkommen, so ist nurzu bedenken, dass man in Dörfern nicht immer zarte Stadtpuppen fin-den kann. Wieschebrink lieferte auch" viele Zeichnungen zur Illustra-tion der Düsseldorfer Monatsblättcr, deren von 1847 — 1853 in Holzgeschnitten wurden. Auf solchen Blättern findet man die gegebenenMonogramme. Auch Originallithographien sind dieser Zeitschrift bei-gegeben , und darunter solche von unserm Künstler. Andere Holz-schnitte findet man in W. Karlcn's Närrischem Complimenlirbuch. Ham-burg 1847. Auf diesen Blättern wechselt das Monogramm mit denInitialen F. W. Die Signatur ist nämlich auf den Holzschnitten nachZeichnungen dieses Meisters nicht stereotyp. Das Monogramm kommtauch in schiefer Stellung, und mit anderen Abweichungen vor. Indem schönen Werke: Aquarelle der Düsseldorfer Maler ist Heft 7 einBlatt Amor betitelt.

2595. Unbekannter Formschneider oder Zeichner, welcher im17. Jahrhundert in Holland thätig war. Brulliot App. I. No. 189fand sein Zeichen auf einer Vignette mit einem omamentirtenKorbe. Diese Schlussvignette kommt in einem holländischen

Werke des Philosophen Pantenus vor, wie Brulliot bemerkt. H. 3 Z.8 L. Br. 3 Z. 10 L.

2596. Friedrich Wilhelm Pfeiffer, Zeichner und Maler, geb. zu<Zltf7* nfrssa Wolfenbüttcl 1822, machte seine Studien in Leipzigc~rf nrifü un( * B rau,lscnwoi B> un d fand daselbst auch bald Gc-

<^m^,^vr^~ legenheit, sein Talent zur Composition zu erproben.Er fertigte die Zeichnungen zu Sporschil's Geschichte des dreissig-

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