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zu auffallend ist. Dr. Kuglcr bemerkt diess namentlich vom Monumentedes Grafen Hermann von lleiineborg, es lassen sich aber noch mehrereBeispiele finden, nach welchen auf verschiedene Zeichnungen und Mo-delle zu schliessen ist. Die Hcnneborg'schen Monumente tragen in-dessen die Namensinschrift des Peter Vischer nicht, Kuglcr will esaber hingehen lassen, dass Döbncr auf den Titel seines Werkes setzt:Denkmale llennehergischer (Irnfen von P. Vischer, und es ist auch höchstwahrscheinlich, dass sie in Nürnberg gegossen wurden. Man wird abernicht glauben dürfen, dnss sich P. Vischer als Giesser wohl desswegennicht genannt habe, weil die Modelle nicht von ihm gefortiget wurden.Eine solche Hypothese würde Herr Döbncr mit Entrüstung zurück-weisen, indem er im Dome zu Römhild entschiedene Originalwerke vonP. Vischer zu besitzen glaubt. So weit geht Dr. Kuglcr aber nicht,sondern stellt es einstweilen dahin, wer der ursprüngliche Meister sei.Nur das Modell des Ilauptstückes könnte nach seiner Ansicht vonP. Vischer geliefert seyn. Diesem liegt aber sicher eine fremde Zeich-nung zu Grunde, nach welcher das Modell vielleicht von jenem Meisterausgeführt wurde, welcher am unteren Rande nach rechts die Buch-staben WS 15 C eingravirt hat. Döbncr löst unerschrocken das W inV V auf, und liest in Verbindung der gegen links stehenden BuchstabenMF: Magister Fischer Vnd V Höhne, 15 Cenlner. Die fraglichen Buch-staben sind leicht und mit geringer Ausbildung eingravirt, und wahr-scheinlich nicht als Künstlerzeichcn zu nehmen. Wenn aber Döbnerzu seinem Zwecke eine Deutung wagen konnte, so wird es uns aucherlaubt seyn, jedoch ohne die Verantwortlichkeit übernehmen zu wollen.Herr Heideloff behauptet im ersten Theile seiner Ornamentik des Mittel-ajters S. 29 ff., in einem grossen Theile von P. Vischer's Kunstthätig-keit komme das eigentlich künstlerische Verdienst dem Veit Sto<s zu,und dieser habe jenem eine erhebliche Anzahl von Modellen geliefert.Zu den hieher bezüglichen Werken rechnet er namentlich auch dieRömhilder Denkmäler, in denen er V. Stossens ,.Geist und Manier"unwiderleglich erkannt haben will. Dafür hat nun Hr. Döbner nament-lich mich auf das Korn genommen, weil ich im Kunstblatt 1847 No. 36,und im Künstler-Lexicon unter V. Stoss und P. Vischer wenigstens inallgemeiner Beziehung Heideloff's Auffassung vertreten hatte. Wennich nun jetzt nicht allein das Handzeichen auf dem grossen Bisse zumSebaldnsgrabo von 1488 eher dem V. Stoss, als dem P. Vischer zu-schreibe, und die Buchstaben WS 15 C: Wit Stvos Cracoviensis 15/5lese, was wird Herr Landbaumeister Döbner dazu sagen ? Der genannteKunstfreund sprach meiner urkundlichen Darlegung über V. Stoss imKunstblatte 1847 No. 36 jeden Beweis für diesen Meister ab, stellteden Einfluss desselben auf P. Vischer ganzlich in Abrede, und verur-theilte somit auch meinen Artikel im Künstler-Lexicon , auf welchenich aber hier der weiteren Leistungen des V. Stoss wegen dennoch ver-weise. Ich will indessen dem Hrn. Döbner gerecht werden, da er sagt,ich möge ihm als einem schlichten aber strengen Kunstfreunde jeneAbweisung verzeihen. Hr. Döbner möge dafür die Buchstaben M F am Randedes Denkmals in Römhild Magister Fischer lesen, obgleich ihm die Gründefür den Vischer'schen Ursprung des Werkes fehlen. Wenn ich aberstatt ,,15 Centner" Cracoviensis 1515 lese, so liegt in der Ergänzungder Jahrzahl keine Unmöglichkeit, indem Herr Döbner selbst nichtgenau weiss, wann das Monument des Grafen Hermann erriefitet wurde.Die Gemahlin des Grafen starb 1507, und die Vollendung des Sarko-phages setzt Döbncr gegen 1510. Sie kann aber eben sowohl 1515 er-folgt seyn. Wenn man übrigens die Lesart Cracoviensis nicht gelten lassenwill, so supplire man Caelavit, oder erkläre nach Belieben. Die Be-