Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
840
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840 FP. Nr. 2325 — 2326.

3) Vier Bettler, zwei derselben bucklicht, und die beidcii anderenin Krücken gehend. Rechts unten das Monogramm, und in der MittePSF. II. 5 Z. 11 L. Br. 8 Z. 2 L.

Dieses sehr seltene Blatt bildet mit No. 1 und 2 eine Folge.

4) Ein auf der Erde sitzendes Kind mit einem Zweige in derrechten Hand. Im landschaftlichen Grunde sind Bäume, und an einemderselben hängt ein Kind an den Füssen. Links unten das Zeichen.H. 2 Z. 0 L. Br. 3 Z. 8 L.

Dieses und die folgenden Blätter unterscheiden sich von den obigendadurch, dass man glauben könnte , es habe sich in einer längerenZwischenzeit die zeichnende Hand etwas geändert.

5) Ein Skelett mit der Sanduhr in der rechten Knochenhand, wiees ein sich sträubendes Kind nach dem geöffneten Grabe führt. Rechtsunten am Steine ist das Monogramm. II. 3 Z. 9 L. Br. 2 Z. 11 L.

6) Das Innere eines Zimmers mit einem rechts auf dem Stuhlesitzenden Knaben, wie er den Rücken kehrend nach dem Kamine deutet,wo der Affe die Katze zwingt, die gebratenen Kastanien aus der Aschezu holen. Links im Hintergründe ist ein Fenster, und auf der Stuhl-lehne bemerkt man das Monogramm. II. 7 Z. 7 L. Br. 5 Z. 8 L.

7) Der Schmied vor seinem Ambos arbeitend. Links im Mittel-grunde sitzt ein junges Mädchen, und kehrt den zwei stehenden Knabenden Rücken. Diese Gruppe befindet sich in einer Felsenhöhle, unddie Mauer des Grundes besteht aus mehreren Bögen. Links unten amSteine ist das Zeichen. II. 4 Z. 4 L. Br. 3 Z. 5 L.

8) Ein grosser Hund mit eingezogenem Schwänze in einer Land-schaft stehend, und gegen links gerichtet. Mit dem Monogramme.H. 7 Z. 4 L. Br. 5 Z. 7 L.

2325. Francesco Mazzola 11 Parmegianino soll nach Brulliot I.

FNo. 1945 durch dieses Zeichen seinen Namen angedeutet haben.Man findet es auf einem radirten Blatte, welches ein nach rechtsgehendes Weib mit dem Kissen vorstellt. Dieselbe Composition hatauch G. Reni radirt, B. No. 48. Im zweiten Drucke steht auf demBlatte dieses Meisters links unten: Parmegianut F., es fragt sich aber,ob die Zeichnung von Parmegianino herrühre, da G. Reni denselbonals Urheber nicht angibt. Es handelt sich wahrscheinlich um eine Copienach G. Reni, welche im Jahre 1643 erschien. Auf dem fraglichenBlatte steht nämlich auch das Verlagszeichen, welches wir I. No. 244gegeben haben. Vielleicht stammt das Blatt von dem vorhergehendenMeister her.

2326. Francols Perrler, auch Paria genannt, Maler und Radirer,TTr^Tir geb. zu Macon 1590, gest. zu Paris 1660. Der Sohn einesf\ .r /Hl burgundischen Goldschmiedes, hatte er von diesem kaumdie Elemente der Zeichenkunst erlernt, als es ihn hinaustrieb in dieWelt. Als Führer eines Blinden kam er nach Rom, wo er anfänglichfür einen Kunsthändler Zeichnungen lieferte, bis er an Cav. Lanfrancoeinen Lehrer in der Malerei fand. Perrier malte während seines zwei-maligen Aufenthaltes in Italien auch mehrere Bilder, und andere Ge-mälde von seiner Hand findet man in den Kirchen zu Lyon und in Paris.Sie haben weder in der Zeichnung noch im Colorite Vorzüge, indemsich der Mangel an tüchtigen Studien kund gibt. Auch sind seineIdeen öfter mehr trivial als erhaben. Im weiteren Kreise ist er durchseine radirten Blätter bekannt, so wie durch einige Kupferstiche fremderMeister nach seinen Zeichnungen. Erstere beschreibt Robert-DumesnilVI. p. 158 ff. Auf mehreren Blättern kommt irgend eines der gege-benen Zeichen vor, besonders auf jenen mit antiken Statuen und Bas-