Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
841
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FP. Nr. 2327^-2328. 841

reliefs, welche Perrier in Rom selbst gezeichnet hatte. Diese Sculpturcnsind auf 100 Blättern abgebildet, und sie erschienen unter folgendemTitel: Statuae antiquae centum. Borna 1030, fol. R.-D. No. 41 —141.Die Basreliefs bilden eine andere Abtheilung: Jcones et Segmenta illu-strium e Marmore Tabularum quae Romae mittue, extant a F. Perrier de-lineata incisa el in anliquam Formam lapideis exemplaribut passim col-lapsis reslilula etc., 56 Blätter, qu. fol. R-D. No. 142—195. Zuweilenfügte der Künstler dem aus F P bestehenden Monogramme auch nochden Buchstaben B bei, wie unten zu ersehen ist. Dieses Zeichen er-klärt sich aus der Inschrift auf anderen Blättern: Franc. Perrier Bur-gundus etc. Dann kommen auch Blätter mit den Initialen F. P. vor,worüber wir No. 2334 handeln.

2327. Peter Jalhea Furnius, Zeichner und Kupferstecher, war um

P-q 1570—1580 in Antwerpen thätig, und hinterlicss viele

p Blätter nach Martin Hecmskerk, J. Stradanus, M. do Vos,

'57Z P" B ren 8 ne )! M. Cocxie u. A. Auch nach eigenen Com-

i—\ Positionen stach der Künstler in Kupfer, Malereien lassen

G2, SJ 8 i c h aber von ihm nicht nachweisen. Der kleine Buch-

T / 7" yp^ . Stabe D in der Bauchung des P bedeutet daher üelineator.Ein grosses und schönes Blatt nach eigener Composition stellt denLeichnam des Herrn in den Armen der heiligen Mutter vor, mit derSchrift: Petrus Jal. Furnius inuentor, gr. fol. Auf einigen anderenBlättern fügte er dem Monogramme mit ü die Sylbe inue. et F. bei.Weitere Stiche nach der Zeichnung des Furnius, theils mit dem Mono-gramme ohne und mit D, stellen die Tugenden und Laster in grossenFigurengruppen vor, erklärt durch lateinische VcVse im Rande, kl. fol.Der Künstler gefiel sich in solchen Allegorien. Wir nennen noch jeneauf die Keuschheit, Wachsamkeit und Freigebigkeit, kl. fol. Das ein-fache Monogramm mit demselben Buchstaben D. stellt auch auf sechsschönen Blättern mit Allegorien .auf die Geburt, das Leben und dasEnde des Menschen: Joannes Stradanus Flandcr. inventor. U. Cock ex-cudebat 1570, kl. qu. fol. Das Monogramm mit der Jahrzahl 1571steht auf Stichen nach M. Hecmskerk und M. de Vos. Dasselbe Zeichenträgt auch ein schönes Blatt mit der heil. Familie : Joannes InfantemInfans Veneratur Jesum, Quid Mirum In Malris Latilans Quem NoveratAlvo, 4. Dasselbe Monogramm ohne D steht ferner auf einem Blattemit einer Sccne aus der Geschichte des Joseph und seiner Brüder inAcgypten: Quamque vehit Aegt/ptia in horrea ect., kl. fol. Das Gegen-stück stellt don Joseph als Traumdeuter vor, kl. fol.

Dieser Künstler bediente sich auch eines Zeichens , in welchemein kleines F in der Bauchung des P erscheint. Auf anderen Blätternstehen die Initialen P F.

2328. P. Feuchere soll nach Brnlliot I. No. 2037 in Paris litho-

Fgraphirte Bildnisse und Genrebilder mit diesem Monogramme be-zeichnet haben. Der genannte Schriftsteller konnte 1832 überdiesen P. Feuchere keine Auskunft geben, und wir sind 1860 in der-selben Lage. In den Jahrgängen des Almanach des Adrcsses von 1829an kommt kein Künstler dieses Namens vor. Im Jahre 1836 tritt aberein Bildhauer Jean Jacques Feuchere auf. Er ist wohl jener J. Feuchere,welcher für folgendes Werk Ornamente ätzte: Orncmens dedies ä S. A.Ä. la l'rincesse Marie. Publies par Deüorenne. Zwölf Hefte in 72 Blättern.Paris 1037, gr. 4. Ein anderes Werk eines Feuchere ist betitelt:L' Art industriel par Leon Feuchere, Archilecte Decorateur. Gravi parVartn freres. Paris 10M ff-, gr. fol. Unser P. Feuchere könnte derVater der erwähnten Künstler seyn, und lebte vielleicht nicht in Paris.