FM. Nr. 2265 — 2268. 821
provisatorc am Molo zu Neapel 1832 für don badischen Kunstvereinlithographirt. Dieses Gemälde befindet sich in der grossherzoglichenKunsthalle zu Carlsruho. Ein zweites Bild daselbst führt in das Ale]in-des Künstlers. Auf Gemälden und Zeichnungen findet man das obigeMonogramm. Eine schone eigenhändige Lithographie Moshrugger'sstellt eine Künstlerknoipo vor, gr. qu. fol.
2265. Franz Menton von Alkmaer wird von C. van Mandcr unterTR/V die Schüler des Franz Floris gezählt und somit nitiss man seiner v l Geburtszeit um 1550 setzen. Er malte Bildnisse und historischeVorstellungen, und hinterliess auch vier geistreich radirtc Blätter mitScenen aus der Geschichte des Loth. Diese Folge ist sehr selten, qu. 4.Auf Gemälden dieses Meisters findet man das gegebene Zeichen, welchesBrulliot und Heller auch nach rechts neigen. Christ, S. 182, vermuthetdarunter einen 1600 zu Leyden lebenden Meistor. F. Monton starb 1615.
2266. Johann Friedrich Morgenstern, Maler und Radirer, geboren-ro^j-u zu Frankfurt a. M. 1777, gestorben daselbst 1844. Sohn und
^ Schüler des J. L. E. Morgenstern , machte er seine weiterenStudien zu Dresden unter Klengcl, hinterliess aber nur eine massigeAnzahl von Gemälden , da er sich meistens mit der Restauration be-fasste. Acussere architektonische Ansichten gelangen ihm, weniger dieInterioron. Diese Bilder geben aber gewöhnlich für Arbeiten seinesVaters. Auf seinen radirten Blättern steht meistens der BuchstabeM *• Das gegebene Zeichen, vielleicht einzig, findet man auf einemJithographirten Blatte nach A. Dürer, welches den Hiob auf dem Mist-haufen sitzend vorstellt, während dessen Haus im Grunde links inFlammen aufgeht. Unten im Rande: A. Dürer pinx. 1,52.'}, und rechtsdas Zeichen des F. Morgenstern. Das Originalbild besass um 1820C- Mathicu in Coblenz. Die lithographische Nachbildung erschien bei«• Wilmanns in Frankfurt. II. 8 Z. 11 L. ohne Rand, Br. 4 Z. 10 L.
2267. Nicolans Christoph Mathes, Zeichner und Kupferstecher,"Jvt geb. zu Hamburg 1729, gest. zu Nürnberg um 1700, stand mit' \ J. G. Prostel in Verwandtschaft, und copirte für den Verlag
desselben mehrere Blätter von Albrecht Dürer, welche man seit Hellergewöhnlich die Prestel'schen Copien nennt. Der genannte Schriftstellerglaubt, Prestel habe das Monogramm fingirt, was nicht der Fall ist.Bartsch, P. gr. IX. p. 50, schreibt ein aus MF. bestehendes Zeicheneinem unbekannten Meister des 16. Jahrhundorts zu, es gehört aberdem N. Ch. Mathes an. Er beschreibt auch das Blatt mit obigemMonogramme (No. 3), scheint es aber nicht gesehen zu haben , da erdas Zeichen auf der Table des Monogrammes nicht gibt. Diess istauch mit Heller der Fall, welcher das Zeichen bei Bartsch beifügtd. h. mit nachstehendem F. Ein anderes aus CM bestehendes Zeichenhaben wir oben No. 391 gegeben, und unter MF kommen wir aufdiesen Künstler zurück.
Das Blatt mit obiger Signatur ist eine gegenseitige Copie deshl. Christoph von A. Dürer, B. No. 51. Der Heilige schreitet mit demJesusknaben auf den Schultern nach links hin durch den Fluss. Linksam Steine ist das Zeichen Dürer's mit der Jahrzahl Iö2l , und unterdiesem jenes des Copistcn. II. 4 Z. 6 L. Br. 2 Z. 9 L.
2268. Unbekannter Kunstfreund, welcher gegen Endo des 18. Jahr-rjvi hunderts gelebt hat. Er radirte eine Landschaft, in welcher
links im Vorgrunde ein beleuchteter viereckiger Stein mit demgegebenen Monogramme liegt. Hinter diesem Steine überragt einwenig belaubter Baum und ein Strunk das dichte Gebüsch, welches