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F L P — F M. Nr. 2262 — 2264.
Leichenfeier dieses Philosophen liest man: Giovanni Flor. fec. Auchdas Bildniss des Erzbischofs Camillo Borghese von Siena ist mit demNamen bezeichnet. Dazu gehört das Wappen der Borghesi, welchesvon vier allegorischen Figuren getragen wird. Ferner findet manAndachtsbilder, Titelblätter, Thesen u. s. w., theils mit der obigenAbbreviatur. Die Folge von 12 Blättern mit Carrikaturen gehört zuden Seltenheiten, gr. 8.
2262. Unbekannter Formschneider, welcher in der zweiten HälfteP p Jos 16. Jahrhunderts in Sachsen gelebt haben dürfte. ManI a Xj a fi n( j ct so j„ ZetehSn roc ht g unten auf einem Blatte mit dem
Bildnisse des Musikers Gio. Battista Pinelli, welcher in Diensten desChurfürsten August von Sachsen stand. Heber dem von vier Genienumgebenen Ovale steht: soli WtO BÖJTOR et olouia 1503, und umdasselbe: iohannes bai'ttsta pinellvs de ueraudis vir nobii.is gk-
NVKNSIS DVCI8 AC ELECTORIS SAXONIAE CIIOUI MVSICI MÖR. AET. 8VAK 90.
Im unteren Cartouche sind vier lateinische Verse. Höhe 4 Z. 7 L.Breite 4 Z. 2 L.
2263. Unbekannter Kunstsammler, welcher in der zweiten Hälftedes 16. Jahrhunderts in Holland gelebt haben könnte.Man findet sein Zeichen, aber um die Hälfte grösser,als hier gegeben, auf der Rückseite von Gemäldenauf Holz eingebrannt. Den Namen eines Künstlersmöchten wir darunter nicht vermuthen, da die Formdes Zeichens eher für einen Sammler oder für einenKunsthändler spricht. Wir entnahmen es einem Ge-mälde mit der heiligen Magdalena, welche in bunterKleidung mit eingewirkten Blumen in einer felsigenLandschaft sitzt. Sie hält das Crucifix mit der rechtenHand empor, und legt die linke auf ein offenes Buch.Zu ihren Füssen steht eine bemalte Vase von Stein,und links oben erscheinen drei tnusieirende Engel.Die Luft ist blau nach Art der älteren holländischenMeister. Um ihr Haupt geht eine flammende Gold-glorie. Der Maler war bereits dem Manierismus ver-fallen , besass aber grosse technische Fertigkeit. Daserwähnte Gemälde kam zu München im Kunsthandel
vor, und stammt wahrscheinlich aus einer zerstreuten Sammlung, dasich in Holland auch noch andere Gemälde mit diesem Zeichen finden sollen.
2264. Friedrich Mosbrugger, Genre- und Landschaftsmaler, geb.T—' a * zu Constanz 1804, gest. zu St. Petersburg den 17.0k-h / \/\ tober 1830. Sohn des grossherzoglich badischen Hof-
J/ V V maiers Wendelin Mosbrugger, beurkundete er frühzeitigein entschiedenes Talent zur Auffassung von heiteren und humoristischenScenen des ihn umgebenden Lebens. Im Jahre 1824 begab sich Mos-brugger zur weiteren Ausbildung nach München, und 1827 trat er dieReise nach Italien an. Schon seine früheren Gemälde fanden auf derKunstausstellung in München entschiedenen Beifall, noch mehr zogenaber seine italienischen Bilder an, da das eigentümliche Leben undTreiben jenes Volkes bis dahin nur selten so geistreich aufgefasstwurde. In Italien machte der Künstler auch zahlreiche landschaftlicheStudien, nach welchen er etliche grössere Bilder in Oel ausführte.Mosbrugger war aber Volksmaler im eigentlichen Sinne , und man be-dauerte den frühen Tod des genialen Künstlers. Der noch gegenwärtigin Paris lebende berühmte Maler Wintcrhalter hat das Bild des Im-