Druckschrift 
2 (1860) CF - GI
Entstehung
Seite
814
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814 F L. Nr. 223? - 2242.

der Minerva, mit der Inschrift auf dem Sockel: Scientia Immutabilit.In der architektonischen Einfassung bemerkt man die Statuen derUrania und Minerva. Mit dem Monogramme ohne Messer, nur dasKreuz darunter. Ausserdem kommt das aus C1U bestehende Monogrammdes Ch. Maurer vor.

8—10. Die Blätter in: New Jägerbuch: Jakoben von Fouilloux —.Strassburg bei B. Jobin 1590. fol. Dann in neuen Abdrücken:Künstliche wohlgerissene Figuren und Abbildungen etlicher jagdbarenThiere etc. Von den beiden berühmten und vornehmen Malern TobiasStimmer und Christoph Maurer zu Zürich gerissen. Strassburg 1605.Bey Johann Carolo, qu. 4.

8) Die Jäger, welche den gehetzten Hasen durch das Wasser ver-folgen. Rechts in halber Höhe das kleine Zeichen mit 1590.

9) Drei Jäger mit dem erlegten Hasen. Das Thier liegt rechtszu ihren Füssen, und unten bemerkt man die Zeichen des Ch. Maurerund dos Formschneiders.

10) Drei Jäger, welche mit Spiesscn den Eber angreifen. In derMitte unten sind die beiden erwähnten Zeichen.

2239. Unbekannter Zeichner oder Kupferstecher, welcher in derzweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Brescia thätig war. ImVocabulario Bresciano e Toscano. Brescia 1759, 8, ist eine hübsche

Vignette mit dem gegebenen Zeichen. In einer Halle sitzt ein alterMann lesend am Tische, und der vor ihm knieende Jüngling reichtihm eine Rolle mit der Schrift: Nunquam Satis.

2240. Johann Friedrich Löber soll nach Brulliot I. No. 1972 Ge-■ s mälde mit Geflügel und anderen Thiercn auf solche

ftf) Weise bezeichnet haben. Er versteht unter diesem

p<~v£ J^R$~ '• $' Löber jenen Künstler, welcher um 1750 invo**^^- / OD . w e i m ar thätig war. Wenn diess der Fall ist, somüsstc derselbe ein ungemein hohes Alter erreicht haben. Es handeltsich aber wahrscheinlich um einen älteren Maler dieses Namens.

2241. Francesco Londonlo, Maler und Radirer, geb. zu Mailand/ ~7~~r c ' '~Tf J 0 l 723 i f? est - daselbst 1783. Bekannt durch seine idyl-<JcLj/<JlLy lischen Landschaften, welche ehedem Salons und Ge-mächer fürstlicher Personen zierten, hinterliess er auch eine grosseAnzahl von Radirungen mit ländlichen Scenen, sogenannte Pastoralen,indem Hirten und Hirtinnen, häufig vornehmen Schlages, die Haupt-rolle spielen. Wir haben im Künstler-Lexicon VIII. S. 32 mehrereFolgen beschrieben , und bemerken daher hier nur, dass auf solchenBlättern die obigen Zeichen vorkommen. Man findet sie aber auchauf Gemälden.

2242. Friedrieb LOOS, Zeichner, Radirer und Lithograph, war umRM IHK) 18.'!0 in Wien thätig. Er zeichnete Landschaften, und■1H radirte solche auch in Kupfer. Eine Folge von (> Blättern mitAnsichten aus Mödling erschien von 1820—1821, qu. 8. Diese Radir-ungen gehören zu den schönsten Erzeugnissen ihrer Art. Eben sogeistreich behandelt ist eine Landschaft nach Ruysdaol 1815, qu. fol.Das Gemälde befindet sich in der k. k. Gallerie zu Wien. Zwei grossevon Loos radirte und gestochene Landschaften nach J. van Artois be-finden sich in der Gallerie des Grafen von Lamberg zu Wien.

Auf lithographirten Landschaften nach Wynants, Ruysdael undA. van der Neer, welche Bestandtheile des Galleriewerkes des Herrnvon Speck-Sternburg ausmachen, findet man das obige Zeichen. Dann